Gesundheitsmonitoring

LKV Bayern: 3000 Betriebe bei Pro Gesund

Das LKV Bayern konnte unlängst den 3000. Milchviehbetrieb in seinem Gesundheitsmonitoring Pro Gesund verbuchen.

Gerald Michel aus Schwarzenbach am Wald ist der 3000. Betrieb im LKV-Gesundheitsmonitoring Pro Gesund. Das gab das LKV jetzt bekannt.

Ausschlaggebend für die Anmeldung bei Pro Gesund waren für den Betriebsleiter der trockene Sommer 2018 und die damit einhergehende Futterknappheit. Michel konnte nicht mehr die gesamte weibliche Nachzucht behalten. Von der „Selektionshilfe“ im Kälbermodul von Pro Gesund verspricht sich der Landwirt Unterstützung bei der Entscheidung zum Verbleib eines Kalbes auf dem Hof. Familie Michel hält rund 60 Kühe in Anbindehaltung. Die Jungviehaufzucht wurde ausgelagert. Zum Betrieb gehören außerdem 50 ha Grünland, 60 ha Ackerland und Wald.

Die Teilnahme an Pro Gesund ist für LKV-Mitglieder kostenlos. Die Auswertungen zu Eutergesundheit, Fruchtbarkeit und Stoffwechsel sollen laut LKV bequem über den LKV-Herdenmanager abgerufen und verwaltet werden können. Die Pro Gesund-Aktionslisten sollen die tägliche Arbeit im Stall unterstützen. So sollen auffällige Tiere früher erkannt und Erkrankungen vermieden werden können. Ein anonymisierter Vergleich mit Betrieben, die auf Grund von Größe oder Leistung eine ähnliche Betriebssituation haben, helfe den Gesundheitsstatus des eigenen Betriebes objektiv einzuschätzen, verspricht das LKV.

Angebot zum Reinschnuppern

Die Vorteile von Pro Gesund stehen jedem Milchviehbetrieb, der Mitglied beim LKV Bayern e.V. ist, offen. Damit sich auch Betriebsleiter, die noch nicht an Pro Gesund teilnehmen ein Bild machen können, bestehe laut Verband die Möglichkeit in die Pro Gesund-Auswertungen zur Eutergesundheit im LKV-Herdenmanager reinzuschnuppern.

Landwirte könnten Beobachtungen oder Diagnosen in der LKV-Rind App oder im LKV-Herdenmanager erfassen. Zudem könnten sich Tierärzte zur Teilnahme an Pro Gesund anmelden und Diagnosen festhalten. Die Datenerfassung sei wertvoll für das betriebseigene Gesundheitsmanagement. Darüber hinaus sei sie aber auch Voraussetzung für die Schätzung von Gesundheitszuchtwerten.

Artikel geschrieben von

Silvia Lehnert

Redakteurin SÜDPLUS

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