Laufstall

Stall-Multitalent auf 1.000 m Höhe Premium

In Südbaden herrscht eine rege Bautätigkeit in der Milchviehhaltung, so auch bei Familie Ketterer.

Die Laufstallwelle rollt. Dieser Satz ist angesichts der Zahlen, die Bauberater Herbert Pohlmann vom Landwirtschaftsamt Emmendingen bereithält, nicht übertrieben. In den letzten fünf Jahren haben in Südbaden rund 180 Milchviehbetriebe eine Stallbauberatung in Anspruch genommen. Bei zwei Drittel davon handelte es sich um den Umstieg vom Anbinde- in einen Laufstall.

Beim Neubau von Bernhard und Elisabeth Ketterer war die größte Herausforderung bei der beengten Hoflage überhaupt einen geeigneten Standort dafür zu finden. Denn der Betrieb in St. Peter im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald liegt auf 940 m Höhe am Hang: „Unser Ziel war, den Altstall weiter zu nutzen und kurze Wege zum Jungviehstall zu haben“, erklärt der Bauherr. Außerdem sollte die Gülle in den bestehenden Behälter fließen.

Gemeinsam mit dem Architektenbüro Schmidt & Partner aus St. Märgen und Herbert Pohlmann vom Landwirtschaftsamt Emmendingen wurde letztlich der einzig mögliche Standort gefunden, der alle Bedingungen erfüllte. Der aber auch einige Kompromisse erforderte. Seit März 2017 stehen die 36 Kühe nun im neuen Laufstall mit 40 Tiefboxen und gummierten Spalten auf dem Laufgang. Ein Laufhof verbindet den Neubau mit dem Altbau, in dem die Tiere gemolken werden.

Kompromisse nötig

Bedingt durch die Hanglage ragt der neue Laufstall etwa 3 m aus dem Geländeprofil heraus. Um auf die Ebene des Altgebäudes zu kommen, wurde für das Fundament ein Teil der Fläche um ca. 80 cm aufgefüllt, der hintere Stallbereich mit dem Güllekanal wurde ...

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Artikel geschrieben von

Silvia Lehnert

Redakteurin SÜDPLUS

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