Unsere Bayerischen Bauern: „Wir wollen alle mitreißen“ Premium

Der Verein „Unsere Bayerischen Bauern“ macht Imagewerbung für die Landwirtschaft. Jetzt bittet er alle Landwirte um finanzielle Unterstützung. Geschäftsführerin Eva-Maria Haas stand SÜDPLUS-Redakteur Claus Mayer dazu Rede und Antwort. Sie haben ein hehres Ziel: Künftig sollen die Landwirte Ihren Verein mitfinanzieren.

Der Verein „Unsere Bayerischen Bauern“ macht Imagewerbung für die Landwirtschaft. Jetzt bittet er alle Landwirte um finanzielle Unterstützung. Geschäftsführerin Eva-Maria Haas stand SÜDPLUS-Redakteur Claus Mayer dazu Rede und Antwort.

Sie haben ein hehres Ziel: Künftig sollen die Landwirte Ihren Verein mitfinanzieren. Wie wollen Sie die überzeugen?

Haas: Wenn die Landwirte sehen, was wir machen, kommt stets positive Resonanz. Ein Beispiel: Letzten Winter war ich auf vielen Branchenveranstaltungen und habe erklärt, wie und auf welchen Kanälen wir für die Erzeugung werben. Das wirkte. Hatten sich letzten Sommer rund 200 Betriebe gemeldet, um unsere Plakate an stark frequentierten Stellen aufzuhängen, sind es ein Jahr später schon über 2 600.

Ich erläutere immer gerne, wie wir die Arbeit der Landwirte dem Verbraucher kommunizieren. Bislang ist das Feedback der Bauern zum neuen Finanzierungsmodell positiv. Wir haben jetzt die Chance, alle mitzureißen und zum Verbraucher durchzudringen.

Wie viel Geld soll jeder Betrieb zahlen?

Haas: Wir wollen ein freiwilliges, alle Bereiche der Erzeugung umfassendes und gerechtes Modell. Wenn sich alle bayerischen Landwirte beteiligen, kämen wir auf 45 Cent pro 1 000 € Umsatz. So würden wir 3 bis 3,5 Mio. € pro Jahr einnehmen. Damit könnten wir eine gute Bekanntheit und Wertschätzung beim Verbraucher erreichen.

Wie kommt das Geld zu Ihnen?

Haas: Wir organisieren derzeit sogenannte Flaschenhälse in der Vermarktungskette, z. B. mit Unterstützung der Erzeugergemeinschaften. Die sollen die Erhebung der Abgabe koordinieren, um die Strukturen schlank zu halten.

Nicht jeder Betrieb liefert an einen Verarbeiter oder Zwischenhändler.

Haas: Das stimmt. Die Biogaserzeuger z. B. schreiben wir derzeit über den Fachverband Biogas und den BBV an und bitten sie um Unterstützung. Ziel ist es, die Beitragslast auf möglichst viele Schultern zu verteilen und „Trittbrettfahrer“ weitgehend zu vermeiden.

Bislang trägt ein Konsortium aus rund 20 Organisationen – von der BayWa AG bis zur Jungbauernschaft – Ihren Verein. Warum wollen diese die Finanzierung nun den Landwirten überlassen?

Haas: Es war wichtig, dass die beteiligten Organisationen und Unternehmen eine Anschubfinanzierung leisten und...

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