Für Sie Getestet

Übersichtlicher Lader

Mit dem KL25.5 bietet Kramer einen kompakten Radlader in der Klasse über 3,5 t. Wir haben eine Maschine mit langer Schwinge auf einem Bullenmastbetrieb eingesetzt.

Wer einen Radlader mit etwa 50 PS Motorleistung sucht, der kann bei Kramer zwischen dem KL19.5 und dem KL25.5 wählen. Beide sind etwa gleich groß, der KL25.5 bietet durch sein höheres Gewicht von 3,8 t aber eine höhere Nutz- und Kipp-last.

Für unseren Fütterungsvergleich im letzten Jahr (siehe top agrar 11/2020) hatte Kramer uns einen KL25.5L mit langer Ladeschwinge zur Verfügung gestellt. Neben den Fütterungseinsätzen haben wir den Lader noch für weitere Arbeiten auf dem Hof genutzt.

Vorne alles im Blick

Der Aufstieg in die Kabine ist bequem. Die zwei geriffelten Trittstufen sind mit 50 cm ausreichend breit und bieten einen sicheren Halt. Die Handgriffe sind gut erreichbar. Leider lässt sich aber nur von links in die Kabine einsteigen. Auf der rechten Seite gibt es keine Tür, nur ein Fenster, das man nach hinten schwenken und arretieren kann.

Die Lenksäule hat uns nicht so gut gefallen. Das Lenkrad steht senkrecht und lässt sich in der Neigung nicht verstellen. Außerdem engt die Lenksäule mit ihrer großen Verkleidung die Beinfreiheit ein. Die Abdeckung sollte Kramer deutlich schlanker ausführen – darin verbirgt sich viel leerer Raum. Zudem braucht die Schalterreihe an der Lenksäule sehr viel Platz. Die Tasten könnten auch auf die rechte Bedienkonsole wandern. Gut gefallen hat uns die Hintergrundbeleuchtung der Schalter und deren eindeutige Symbole. Der mechanisch gefederte Fahrersitz von Grammer sollte sich für größere Fahrer noch etwas weiter nach hinten verstellen lassen.

Pluspunkte gib es für die Sicht nach vorne. Durch die lange und schmale Ladeschwinge hat man die Werkzeugaufnahme und die Anbaugeräte gut im Blick. Beim Einsatz mit der Palettengabel ließen sich die Spitzen der Gabeln auch in unterer Position einsehen. Für das Beladen von z.B. Kippern dürfte die Frontscheibe aber ruhig noch etwas weiter in das Dach ragen.

Auch die Sicht zu den Seiten ist durch die großzügigen Glasflächen gut. Nach hinten schränkt die Motorhaube die Sicht auf das weit herausstehende Heck des Laders ein.

Rangieren auf engem Raum

Unser KL25.5L war mit einem 41 kW/56 PS starken...