Besser abschneiden Plus

Die Hersteller haben sich bei der Futtererntetechnik vor allem um die Details ihrer Produkte gekümmert. Im Fokus stehen bessere Bodenanpassung und mehr Komfort.

Bei den Mähwerken sind Selbstfahrer weiter auf dem Rückzug. Viele größere Betriebe setzen auf Schmetterlings-Kombis im Front-Heck-Anbau. Die Kombis sind weitgehend ausgereift und erreichen Arbeitsbreiten bis zu 11 m.

Ein Problem am Seitenhang oder bei Kurvenfahrten waren oft ungemähte „Bärte“. Der Überschnitt zwischen dem Frontmähwerk und den Heckmähern reichte nicht. Die Firmen versuchten, das über Verschieben der Heckmähwerke auszugleichen. Zur letzten Messe gab es dazu drei Neuheitenanmeldungen.

Krone geht einen anderen Weg: Das neue Frontmähwerk EasyCut F 400 CV Fold erreicht 4 m Arbeitsbreite. Der Überschnitt ist dann unter allen Einsatzbedingungen ausreichend. Zum Straßentransport lassen sich an den Seiten die jeweils äußeren beiden Scheiben hydraulisch nach hinten schwenken. Auch die Schutzeinrichtungen klappen weg. Trotz der Arbeitsbreite hat das Mähwerk einen Aufbereiter und legt das Gras zwischen den Schlepperrädern ab. Dafür gibt es eine Silbermedaille.

Generell geht der Trend bei den Fontmähern zur gezogenen Aufhängung über drei oder vier Punkte. Die Vorteile sind bekannt: Geringe Anpassungen an den Traktor nötig, schneller An- und Abbau sowie gute Bodenanpassung auch bei hohen Geschwindigkeiten. Weil die geschobene Aufhängung meist leichter und günstiger ist, bleibt sie bei einigen Firmen weiter im Programm.

Fella zeigt in diesem Bereich das neue Ramos FQ (bzw. Fendt Slicer FQ). Die neu konstruierte gezogene Aufhängung plus hydro-pneumatischer Entlastung sollen für besonders gute Bodenanpassung sorgen. Pöttinger hat die Frontmäher mit der Aufhängung Alpha Motion überarbeitet. Die Pro-Version soll die Bodenanpassung weiter verbessern.

Krone bleibt bei den neuen Frontmähwerken ohne Aufbereiter bei der Wahlmöglichkeit zwischen der gezogenen und geschobenen Variante. Kuhn baut bei den geschobenen Aufhängungen das Programm mit dem GMD3123F aus. Und der Hersteller zeigt erstmals die neuen PZ-Front-Trommelmäher.

Generell sind die Scheibenmähwerke heute ausgereift. Hier gibt es interessante Detailverbesserungen. Pöttinger hat mit den Novadisc 222 bis 352 neue, leichte Mähwerke mit Seitenaufhängung im Programm. Kuhn zeigt bspw. die Mäher GMD 285 bis 355, also Mähwerke bis 3,50 m Arbeitsbreite. Kuhn stellt außerdem für einige Baureihen den neuen Mähbalken Optidisc Elite vor. Vor allem haben die Konstrukteure die Überlappung der Scheiben deutlich vergrößert. Eine interessante Neuheit ist das Novacat 302 Cross Flow von Pöttinger: Die Querförderschnecke der Schwadzusammenführung gibt es jetzt auch für ein 3 m breites Heckmähwerk.

Schnelles Doppelmesser

Interessant ist die Silbermedaille, die ESM für eine Verbesserung an einer eigentlich schon seit Langem bekannten Maschinengattung erhält: dem Doppelmesserschneidwerk. Bisher reagieren Messerbalken empfindlich auf zu hohe Geschwindigkeiten – teils blieben Bärte stehen. Die neue Klingengeometrie des bidux X verbessert die Auflage zwischen Ober- und Untermesser, der Schnittspalt nimmt ab. Geschwindigkeiten bis 12 km/h sollen möglich sein.

Beim Schärfen werden alle aktiven Schnittkanten geschliffen. Dadurch soll sich die Standzeit auf einen Einsatztag erhöhen. Punkten kann das Doppelmessermähwerk mit dem sauberen Scherenschnitt (verbesserter Wiederaustrieb), dem geringen Leistungsbedarf von 2 kW/m Schnittbreite und dem geringen Gewicht. Es gibt bereits Frontkombinationen bis 10 m Arbeitsbreite, mit denen ein Traktor ab 70 PS klarkommen soll. Ihre Einsatzschwerpunkte haben diese Doppelmessermähwerke auf Naturschutzflächen, am Hang und auf wenig tragfähigen Standorten. Sie werden das Programm ergänzen, die leistungsfähigen Scheibenmäher aber nicht ablösen.

Die Firmen verbessern die Aufbereiter der Mähwerke weiter. Die aktuellen Modelle arbeiten fast ausschließlich mit Metallschlegeln. Vicon präsentiert an der neuen Mähwerkskombi...

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