Fahrbericht

Amazone Cirrus 6003-2CC: Sparsam mit vielen Möglichkeiten Plus

Für die Sämaschine Cirrus von Amazone gibt es nun ein neues Werkzeug für eine minimale, vorlaufende Bodenbearbeitung. Dabei setzt der Hersteller auf spezielle Wellscheiben.

Wassersparende Bodenbearbeitung ist im Trend. Gerade in trockenen Regionen kommt es darauf an, den Boden möglichst wenig zu bewegen um Wasser zu sparen. Viele Betriebe setzen deshalb auf die Mulchsaat, einige sogar auf die Direktsaat. Amazone bietet nun für seine Sämaschinen Cirrus ein neues Scheibenfeld an, das den Boden nur minimal bearbeiten soll. Wir haben uns im letzten Herbst auf Trockenstandorten bei Leipzig angesehen, wie das funktioniert.

Scheiben im Fokus

Unsere Cirrus 6003-2CC kam als sechs Meter breite Maschine. Die Zahl 2 steht für die geklappte Variante, die Bezeichnung CC für die Möglichkeit einer kombinierten Aussaat von z.B. Dünger und Saatgut. In dieser Ausstattung gibt es auch noch 24 zusätzliche Säschare.

Das neue Werkzeug für die Cirrus arbeitet mit 36 Wellscheiben, die Amazone Minimum-Till-Disc nennt. Sie haben 460 mm Durchmesser und bearbeiten den Boden lediglich in Fahrtrichtung. Die Wellscheibe soll den Boden einschlitzen und die Saatrille für die spätere Saat auflockern. Zudem soll dadurch ein feinkrümeligeres Saatbett entstehen und feuchte Erde für ein sicheres Keimen nach oben gelangen.

Die Wellscheiben sind paarweise aufgehängt und lassen sich zentral in der Tiefe hydraulisch einstellen. Außerdem ist jedes Scheibenpaar nochmals per Schraubenschlüssel in der Tiefe verstellbar, um z.B. in Fahrspuren intensiver arbeiten zu können.

Bei unserem Test haben wir die Arbeitstiefe der Wellscheiben auf ca. 6 cm eingestellt. Eine gut sichtbare Skala über dem Scheibenfeld hilft bei der Tiefeneinstellung. Den Boden bewegen die Scheiben kaum. Dort waren lediglich Rillen erkennbar, in denen noch organisches Material lag. Dadurch bleibt der Oberboden bedeckt, was vor dem Austrocknen schützen soll. Die Scheiben lassen sich für eine intensivere Räumung der Saatfurche aber nicht schräg stellen.

Hinter den Wellscheiben waren bei unserer Cirrus zusätzlich 24 sogenannte Fertec-Schare angeordnet. Häufig dient diese Option für eine zusätzliche Unterfußdüngung zwischen den Säreihen. Jeweils zwei FerTec-Schare laufen immer zwischen zwei TwinTec+-Scharen. Man kann damit aber auch andere Sämereien ausbringen. Die 420 mm großen, gezackten Scheibenschare lassen sich hydraulisch ein- und ausheben. Mit Clipsen begrenzt man die Arbeitstiefe.

Die bekannten Doppelscheibenschare Twin Tec+ haben einen Durchmesser von 400 mm. Die 36 Schare arbeiten exakt in der vorgearbeiteten Rille der Wellscheiben – zumindest auf gerader Strecke. Andruckrollen aus Kunststoff übernehmen die Tiefenführung. Die Saattiefe muss man manuell an drei Stellen über Spindeln einstellen, den Schardruck hingegen hydraulisch. Außerdem lässt sich der Schardruck...


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen