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Die Gartenpflege wird digital und smart

Die Digitalisierung ist im Gartenbereich angekommen. Der Hersteller AL-KO etwa verweist auf seinen vollautomatischen Mähroboter Robolinho. Durch eine Verknüpfung mit weiteren Geräten und Sensoren könne er auf die Wetterlage reagieren oder auf Basis detektierter Bewegungen des Kunden im Garten seine Mähzeiten verändern.

Lesezeit: 4 Minuten

Die Digitalisierung ist im Gartenbereich angekommen. Der Hersteller AL-KO etwa verweist auf seinen vollautomatischen Mähroboter Robolinho. Durch eine Verknüpfung mit weiteren Geräten und Sensoren über eine sogenannte „Innogy-Plattform“ könne er auf die Wetterlage reagieren oder auf Basis detektierter Bewegungen des Kunden im Garten seine Mähzeiten verändern.


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Mittelfristig sollen alle Geräte der Firma individuell auf die Bedürfnisse der Kunden und dessen Umgebung reagieren können und diesen so proaktiv bei der Gartenpflege helfen. Dafür gebe man dem Kunden u.a. die inTOUCH App an die Hand, die ihn als digitaler Assistent bei der Arbeit und Freizeit im Garten begleitet.

 

Ab Frühjahr 2018 steht die inTOUCH-App für iOS und Android Endgeräte zum Download bereit. Man kann damit beispielsweise mit dem Mähroboter Robolinho kommunizieren. Beide Geräte sind über einen Internet-Router miteinander verbunden. Es können Statusanzeigen, wie Ladezustand der Batterie, abgefragt sowie aktiv das Gerät gesteuert und eingestellt werden. Ein manueller Start und Stopp außerhalb der voreingestellten Mähzeiten (Mähfenster) sind ebenfalls möglich.

 

Das Thema Datensicherheit spielt laut dem Hersteller dabei eine wichtige Rolle. Daten würden zunächst lediglich lokal im Gateway gespeichert und erst nach ausdrücklicher Zustimmung durch den Benutzer in der Cloud abgelegt – in Rohform und separiert von den Informationen über das Nutzungsverhalten, heißt es. So könne keine Verbindung zwischen der tatsächlichen Person und den Daten seiner Geräte in der Cloud hergestellt werden.

 

Beispiele für ein Smart Garden Konzept

 

Beim Smart Garden-Konzept von AL-KO geht es grundsätzlich um die Möglichkeit, Gartengeräte, Pumpen oder Hauswasserwerke über mobile Endgeräte, sprich Tablet oder Handy, zu steuern. Smart werde es dann aber dadurch, wenn sich der Rasenroboter mit dem digitalen Kalender des Gartenbesitzers abgleicht und automatisch darauf reagiert: Ist nachmittags eine Grillparty geplant, wird vormittags gemäht. Oder die Beregnungsanlage ist mit dem Wetterbericht verknüpft: Ist Regen angesagt, bleibt die Bewässerungsanlage aus, selbst wenn der Regensensor Trockenheit misst und eigentlich den Impuls zur Beregnung geben würde.

 

Auch Akkus bzw. deren Ladestationen würden intelligent und damit ebenfalls Handgeräte wie Heckenscheren, Trimmer und Motorsägen, sodass über das Nutzungsverhalten der Geräte exakte Handlungsratschläge und Vorhersagen getroffen werden können. Schneidet der Gartenbesitzer seine Hecke mit einer smarten Heckenschere, sammelt das Gerät Informationen über seinen eigenen Zustand. Beim Einsatz sammelt das Gerät Informationen über seinen eigenen Zustand. Diese Informationen können ausgewertet werden und Anleitungen oder Tipps an den Nutzer übermitteln.

 

So erhalte der Gärtner Rückmeldung zu Fragen wie „Wende ich das Gerät richtig an?“, „Wann ist der richtige Zeitpunkt, um es zu nutzen?“, „Muss das Gerät demnächst gewartet werden?“. Durch die Rückmeldung würden die Geräte ideal eingesetzt. Je nach Einsatzzeiten und Lebensdauer der Geräte können – sofern der Kunde die Funktion aktiviert hat – Serviceempfehlungen, Vorschläge zur Nachbestellung von Ersatzteilen und Zubehör oder spezifische auf den Kunden zugeschnittene Produkthinweise gegeben werden.

 

Smarter Service

 

Der Anwender erhält unmittelbare Handlungsempfehlungen zur Nutzung der Geräte, beispielsweise wann ein Messerwechsel zu empfehlen ist, ideale Pflegezeiten bzgl. Wetter und Jahreszeit, abgestimmte Rasenpflege zwischen Bewässerung und Mähvorgang. Es können aber auch konkrete Gartenpflege-Tipps bereitgestellt werden, wie den Laubbläser nach einem windintensiven Herbsttag zu verwenden oder vor einer Regenperiode den Rasen nochmals zu mähen beziehungsweise mähen zu lassen.


Je nach Einsatzzeiten und Lebensdauer der Geräte können Serviceempfehlungen, Vorschläge zur Nachbestellung von Ersatzteilen und Zubehör oder spezifische auf den Kunden zugeschnittene Produkthinweise gegeben werden. Diese basieren auf den von den Geräten gesammelten Informationen. Der ganze Prozess erfordert aber die ausdrückliche und wiederholte Zustimmung des Nutzers, erklärt das Unternehmen.