Fendt Momentum: Einzelkornsämaschine mit Reihendüngerstreuer

In Brasilien hat Fendt die Einzelkornsämaschine Momentum entwickelt. Das größte Modell mit 40 Reihen kann 5,3 t Dünger mitnehmen. Eingeklappt ist sie nur 4,3 Meter breit.

Für den Ackerbau in Brasilien hat Fendt die Einzelkornsämaschine Momentum mit vApply-Granular-System für die Düngerausbringung und Smart Frame für gleichmäßige Aussaat entwickelt. Die Maschine soll zudem die größte Saatgutkapazität auf dem Markt bieten und sei für besseren Transport besonders schnell einzuklappen.

Die Momentum hat Fendt zu 100 % in Brasilien entwickelt und produziert. Seit diesem Sommer ist sie auf den Markt. Erhältlich ist sie als 24-, 30- und 40-Reihen-Modell mit 45 cm Abstand. Wenn im Basismodell auf zwei Reihen verzichtet wird, kann der Abstand auch auf 50 cm erhöht werden. Die kleineren Einzelkornsämaschinen haben ein Düngertankvolumen von 4.000 kg, das 40-Reihen-Modell sogar von 5.300 kg.

Trotz der großen Ausmaße ist die Sämaschine eingeklappt nur 4,3 Meter breit. Die Fendt Momentum kann leicht auf einem Tieflader transportiert werden, indem der Düngerbehälter und die äußeren Räder vom Gestell abmontiert werden.

Die Doppelbereifung soll dabei helfen, die Bodenverdichtung sowie Belastungen des Fahrwerks beim Transport von einem Einsatzort zum nächsten zu verringern. Die Arbeitsbreite für die 24-Reihen-Version ist 12,5 m, für die 30-Reihen-Version 13,5 m und für die 40-Reihen-Version 18 m. Die Aussaatpräzision (das Verhältnis an Saatgut, das korrekt und nicht doppelt gesät wurde) der neuen Sämaschine kann selbst bei Geschwindigkeiten über 10 km/h für Mais bis zu 99,5 Prozent erreichen, so der Hersteller.

vApply Granular von Precision Planting

Die Maschine nutzt vApply Granular, eine Technologie von Precision Planting. Diese Technologie ist in allen Versionen der Einzelkornsämaschine enthalten. vApply wird über das 20|20-Seedsense-Display der 3. Generation gesteuert. Auf diesem Display werden alle Daten der Sämaschine in Echtzeit gesteuert. Mithilfe von Aussaatkarten aus Software wie Climate FieldView macht das Display es auch möglich, mit variablen Saat- und Düngungsraten zu arbeiten, die Aussaattiefe zu analysieren, den Boden, den in jeder der Reihen auf den Boden ausgeübten Druck, den Kontakt der Reihe mit dem Boden, die Arbeitskarte sowie andere Informationen sekundengenau zu überwachen.

Ebenfalls neu ist der Fendt Smart Frame. Dieser stellt sicher, dass alle Reihen immer Bodenkontakt haben und steuert die Aussaattiefe für eine gleichmäßige Aussaat. Bei diesem System werden die einzelnen Säaggregate nicht direkt am Chassis der Sämaschine befestigt, sondern an einer in drei Sektionen aufgeteilten Halterung, die jeweils von zwei Hydraulikzylindern gesteuert wird, um permanenten Bodenkontakt zu ermöglichen.

Als Ersatz für die mechanische Schardruckverstellung kommt DeltaForce zum Einsatz, das ebenfalls exklusiv in der Fendt Momentum erhältlich ist und mithilfe von Sensoren sicherstellt, dass zu jeder Zeit an jedem Säaggregat ausreichend Druck zum Schneiden der Ernterückstände und ebenmäßige Aussaat vorhanden ist.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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