Ratgeber

Forstseilwinde: 16 Tipps vom Forstprofi Plus

Wir waren mit Forstwirtschaftsmeister Jörg Voß vom forstlichen Bildungszentrum Neheim im Wald und haben uns angesehen, wie man eine Rückewinde richtig einsetzt.

1. Mit Sicherheit

Wenn Sie die Winde steuern, achten Sie auf den richtigen Standplatz (Bild oben). Gut sind Sie immer seitlich versetzt neben der Winde – hinter der Schildlinie – aufge­hoben. Wenn Sie die Last begleiten, gehen Sie bei Langholz seitlich neben dem Stamm. Bei Kurzholz müssen Sie hinter der Last gehen – die kurzen Stammstücke können an Hindernissen herumschlagen.

2. Achtung, Kippgefahr!

Je gerader die Seillinie, desto besser. Mit steigendem Schrägzugwinkel und Höhe des Seileinlaufs wächst die Kippgefahr, besonders bei leichten Traktoren. Vor allem, wenn kein Sichtkontakt zum Schlepper besteht, wären Sie nicht der Erste, der seinen Traktor auf der Seite liegend vorfindet. Es gibt deshalb Steuerungen mit eingebautem Lagesensor, der die Winde vor dem Kippen stoppt.

Wenn möglich, stellen Sie den Traktor also gerade vor die Seillinie auf festen Untergrund.

3. Last bilden

Bei schwachen und mittelstarken Sortimenten lohnt es sich, mehrere Stämme zusammen aus dem Bestand zu ziehen. Am besten geht das mit einer Doppeltrommelwinde. Ein Seil ist das Arbeitsseil, mit dem Sie nach und nach die Stämme zuziehen. Am anderen Seil bündeln Sie die Stämme.

Ziehen Sie die Schlaufe für den Gleithaken zur Schildmitte unter dem Stamm her, also für den rechten Seileinlauf von rechts unter dem Stamm her. Dann brauchen Sie das Seil beim Bündeln nicht komplett unter den Stämmen herziehen, sondern immer nur die Schlaufe. Ziehen Sie das Seil von der anderen Seite unter dem Stamm durch, kann der mit dem zweiten Seil herangezogene Stamm eventuell auf dem ersten Seil liegen.

4. Seil zum Stammende ziehen

Der Stamm soll so weit wie möglich vorne angehängt sein. Dann gräbt er sich nicht ein und kann Hindernissen besser ausweichen. Manchmal liegt der Stamm aber vorne zu dicht auf dem Boden. Mit diesem Trick ziehen Sie das Seil weiter nach vorne: Die Schlaufe offenlassen und das Windenseil über die Stirnfläche bzw. den Stammfuß führen. Beim Anziehen wandert das Seil weiter in Richtung Stammfuß oder Zopf.

5. Doppelt hält besser

Teils erwischen Sie Stangenholz nur am Zopfende. Damit das Seil nicht abrutscht, schlingen Sie es am besten doppelt um den dünnen Stamm. Der...


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