Bilanzpressekonferenz

STIHL erzielte 2018 leichtes Absatzwachstum trotz ungünstiger Witterung

Stihl konnte trotz der Dürre seinen Umsatz steigern. Neben benzinbetriebenen Produkten haben auch Akku-Produkte zu dem erreichten Gesamtabsatz beigetragen.

Die STIHL Gruppe hat im Geschäftsjahr 2018 ein leichtes Absatzwachstum von 1,5 Prozent und einen Umsatz von 3,78 Milliarden Euro erwirtschaftet. Damit liegt der Umsatz mit minus 0,3 Prozent nur geringfügig unter dem Vorjahreswert, berichtete STIHL Vorstandsvorsitzender Dr. Bertram Kandziora am Donnerstag auf der Bilanz-Pressekonferenz des Unternehmens.

Besonders der starke Eurokurs belastete den Umsatzausweis in Euro. Bei gleichen Wechselkursen wie 2017 hätte das Umsatzplus 4,2 Prozent betragen. Mit einer Eigenkapitalquote von 69,9 Prozent ist die Finanzstruktur des Unternehmens nach wie vor sehr solide. Alle Investitionen werden grundsätzlich mit eigenen liquiden Mitteln finanziert.

Die STIHL Gruppe erzielte im vergangenen Geschäftsjahr 90,5 Prozent des Gesamtumsatzes im Ausland. 39 Prozent wurden in der Europäischen Union erwirtschaftet. „Trotz der Widrigkeiten konnten wir mit einer leichten Absatzsteigerung unsere Spitzenposition an den Weltmärkten verteidigen“, erklärte Dr. Kandziora. Dabei erzielten STIHL Akku-Rasenmäher und STIHL Mähroboter zweistellige Zuwachsraten.

In Asien und Afrika verzeichnete das Unternehmen ein zweistelliges Absatzplus. Dr. Kandziora: „Afrika ist für uns ein Zukunftsmarkt mit Wachstumspotenzial. Mittlerweile haben wir auch in Kenia eine eigene Marketinggesellschaft, die unsere Marktpräsenz auf dem afrikanischen Kontinent weiter verstärken wird.“

Der weltweite Personalstand der STIHL Gruppe erreichte erneut einen Rekordwert. Am Stichtag 31. Dezember 2018 arbeiteten 17.122 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen. Das entspricht einem Zuwachs von 7,9 Prozent im Vorjahresvergleich.

Im deutschen Markt 2018 weiter auf Wachstumskurs

„Im deutschen Markt erzielten wir 2018 eine Umsatzsteigerung. Das Geschäft bei Motorsägen entwickelte sich erfreulich“, sagte Dr. Kandziora. Dynamisch ist das Wachstum bei den Mährobotern STIHL iMow. Auch die neuen Akku-Rasenmäher wurden stark nachgefragt.

Der Umsatz des deutschen STIHL Stammhauses ANDREAS STIHL AG & Co. KG stieg um 4,5 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Wegen der Bauaktivitäten im Werk 1 in Waiblingen und aufgrund des anhaltenden Personalwachstums eröffnete STIHL zu Beginn des Jahres das neue STIHL Werk 8 in Fellbach. Zum 31. Dezember 2018 arbeiteten 4.997 Beschäftigte im Stammhaus. Das entspricht einem Zuwachs von 7,4 Prozent im Vorjahresvergleich. 3.778 Mitarbeiter sind in Waiblingen, 166 in Fellbach, 260 in Ludwigsburg, 725 in Weinsheim und 68 in Wiechs am Randen tätig.

Investitionen steigen um 30 Prozent

2018 investierte die STIHL Gruppe kräftig in den Ausbau von Forschung und Entwicklung sowie die Weiterentwicklung des weltweiten Fertigungs- und Vertriebsverbundes. Das Investitionsvolumen betrug 324 Millionen Euro. Dem stehen Abschreibungen in Höhe von 159 Millionen Euro gegenüber. Das Unternehmen baute zum Beispiel in Brasilien ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum und erweiterte die Produktion und Entwicklung von STIHL Tirol.

38,1 Prozent des gesamten Investitionsvolumens, das heißt 124 Millionen Euro, entfallen auf die ANDREAS STIHL AG & Co. KG. Damit sind die Investitionen in das Stammhaus am Standort Deutschland nahezu doppelt so hoch wie im Vorjahr. In Waiblingen wurde beispielsweise eine eigene Akku-Fertigung aufgebaut. Hier werden rückentragbare Akkus für Profianwendungen produziert. Zu den aktuellen Aktivitäten zählt unter anderem der Bau einer neuen Produktionslogistik im STIHL Magnesium-Druckgusswerk in Weinsheim.

STIHL Produktneuheiten

  • Seit Mitte März 2019 ist die STIHL MS 500i, die weltweit erste und bisher einzige in Serie gebaute Motorsäge mit elektronischer Kraftstoffeinspritzung, auf dem deutschen Markt verfügbar.
  • Weitere Produktneuheiten sind die vier neu entwickelten Hochdruckreiniger der Kompaktklasse – STIHL RE 100 bis RE 130 PLUS – ebenso wie das leichte Einstiegsgerät STIHL RE 90.
  • Zudem steht zum Beginn der Gartensaison der Mähroboter STIHL iMow RMI 422 PC mit App-Steuerung per Smartphone oder Tablet für Rasenflächen von bis zu 1.700 Quadratmetern zur Verfügung. Neu bei den Benzin-Rasenmähern sind der STIHL RM 248 T mit 46 Zentimeter Schnittbreite für mittelgroße sowie das Profi-modell STIHL RM 756 GC mit 54 Zentimeter Schnittbreite für große Rasenflächen. Das Umgraben von Böden im privaten wie professionellen Einsatz erleichtern drei neu überarbeitete Motorhacken der Serie 4 bis Serie 6. Der Heckenschneider STIHL HLA 56 ergänzt das AkkuSystem COMPACT, das nun aus acht Geräten besteht.
  • Ab Sommer 2019 wird die Akku-Motorsäge STIHL MSA 220 C-B das AkkuSystem PRO erweitern, das damit nahezu 30 Produkte für professionelle Ansprüche umfasst. Serienmäßig ist die neue Akku-Säge mit der exklusiven STIHL Vollmeißel-Sägekette 3/8“ Picco Super 3 ausgestattet. Sie eignet sich bestens für die Gehölzpflege, das Bauen mit Holz sowie das Fällen und Aufarbeiten von Schwachholz. Die für den Betrieb der Akku-Säge erforderliche Energie liefert ein leistungsstarker 36-Volt-Lithium-Akku, empfohlen wird der ebenfalls neue STIHL AP 300 S. Er verleiht nicht nur der STIHL MSA 220 C-B Ausdauer, denn er ist auch mit allen weiteren Geräten des Akku-Baukastensystems von STIHL kompatibel.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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