Geschäftsbericht

Agrarsparte dämpft Umsatz- und Gewinneinbußen von BASF

Dank der Sparte Agricultural Solutions sind der Umsatzrückgang von - 2 % und der Gewinnrückgang von - 24 % bei BASF nicht ganz so deutlich. Dennoch wird ein EBIT von bis zu 30 % unter VJ erwartet

Die BASF hat im dritten Quartal 2019 zwar einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen, war aber im Geschäftsfeld „Agricultural Solutions“ erfolgreich. Wie der Ludwigshafener Konzern berichtete, stieg der betreffende Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum trotz niedrigerer Preise um 26 % auf 1,56 Mrd Euro.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen im Agrarsegment erhöhte sich im Zuge der Erlössteigerung auf 73 Mio Euro; in der Vorjahresperiode war hier noch ein Verlust von 5 Mio Euro verzeichnet worden.

Laut BASF lag der Umsatz im Berichtszeitraum bei den „Agricultural Solutions“ in Europa auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Portfolioeffekte hätten den rückläufigen Absatz für Herbizide und Fungizide infolge der Einschränkung des Rapsareals sowie eines niedrigeren Preisniveaus und negativer Währungseffekte ausgeglichen. Gleichzeitig habe sich der Umsatz in Nordamerika leicht erhöht. Dort hätten gestiegene Absatzmengen, Portfolioeffekte und positive Währungseinflüsse das deutlich niedrigere Preisniveau mehr als kompensiert.

In Asien übertraf der Umsatz der Agrarsparte im dritten Quartal 2019 nach Konzernangaben das Vorjahresniveau sogar deutlich. Als Begründung werden vor allem ein höherer Herbizidabsatz, positive Portfolioeffekte und günstige Wechselkurse angeführt. Gleichzeitig habe auch der Umsatz in Südamerika, Afrika und im Nahen Osten deutlich zugelegt. In diesen Regionen seien die Verkaufsmengen erheblich gesteigert worden, und zwar vor allem in Brasilien und dort insbesondere bei Fungiziden im Zuge eines sehr guten Saisonstarts. Ein höheres Preisniveau, Portfolioeffekte und positive Währungseinflüsse hätten die Umsatzentwicklung unterstützt.

Zahlen Gesamtkonzern

Der Umsatz der BASF-Gruppe lag im 3. Quartal 2019 leicht unter dem Vorjahresniveau und betrug 15,2 Mrd. €. Maßgeblich hierfür waren niedrigere Preise in den Segmenten Materials und Chemicals. Auch die Unsicherheiten im Markt und zurückhaltendes Bestellverhalten der Kunden trugen dazu bei.

Die Nachfrage aus wichtigen Abnehmerbranchen erholte sich nicht. Dennoch konnte BASF die Absatzmengen, insbesondere dank höherer Mengen bei Agricultural Solutions und Surface Technologies, auf dem Niveau des Vorjahresquartals halten.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen lag mit 1,1 Mrd. € um 24 % unter dem des 3. Quartals 2018. Dies ist vor allem auf die deutlich geringeren Beiträge der Segmente Materials und Chemicals zurückzuführen. Im Segment Agricultural Solutions wuchs das EBIT vor Sondereinflüssen vor allem aufgrund des Umsatzanstiegs deutlich. Ein Grund dafür war der gute Saisonstart in Südamerika.

Das EBITDA stieg auf 2,3 Mrd. € gegenüber 2,2 Mrd. € im 3. Quartal 2018. Das EBITDA vor Sondereinflüssen sank um 8 % auf 2,1 Mrd. €.

Das EBIT lag bei 1,4 Mrd. € und erreichte nahezu das Vorjahresniveau. Die Sondereinflüsse im EBIT betrugen plus 257 Mio. € gegenüber minus 75 Mio. € im 3. Quartal 2018.

Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter belief sich auf 911 Mio. € gegenüber 1,2 Mrd. € im 3. Quartal 2018.

Das Ergebnis je Aktie sank im 3. Quartal 2019 von 1,31 € im Vorjahresquartal auf 1,00 €. Das bereinigte Ergebnis je Aktie betrug 0,86 €; im Vergleich dazu waren es 1,51 € im Vorjahresquartal.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit lag bei 2,0 Mrd. € gegenüber 2,9 Mrd. € im 3. Quartal 2018. Der Free Cashflow sank aufgrund des geringeren Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit auf 1,1 Mrd. €.

Ausblick 2019 für die BASF-Gruppe

2019 geht BASF weiter von einem leichten Umsatzrückgang aus. Beim EBIT vor Sondereinflüssen erwartet BASF einen deutlichen Rückgang von bis zu 30 %. Für das Gesamtjahr 2019 wird gegenüber 2018 ein deutlicher Rückgang des Return on Capital Employed (ROCE) erwartet.


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