BMEL startet nationales Monitoring der biologischen Vielfalt

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hat heute den Startschuss für ein nationales Monitoring der biologischen Vielfalt gesetzt. Das Forschungsprojekt soll eine repräsentative Datengrundlage zum Zustand der Arten schaffen. Das BMEL will diese dann für Maßnahmen zur Verbesserung der Artenvielfalt auf landwirtschaftlichen Flächen nutzen.

In Berlin ist heute der Startschuss für das „Nationale Monitoring der biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften“ gefallen. Im Auftrag des BMEL, das das Projekt finanziert, sind daran mehr als 13 verschiedene Fachinstitute des Thünen Instituts (TI), des Julius Kühn-Instituts (JKI) und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beteiligt. „Das bisherige Monitoring funktioniert nur punktuell, es fehlt teilweise an belastbaren Informationen. Darauf reagieren wir nun mit unserem breit angelegten Monitoring, das gleichzeitig anschlussfähig ist an bereits laufende nationale wie internationale Erhebungen“, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes sollen eine verlässlichere Beurteilung sowohl der Ursachen des Artenrückgangs als auch der Wirksamkeit der bisher ergriffenen Maßnahmen ermöglichen. Das BMEL will die repräsentative Datengrundlage nutzen, um neue Instrumente zur Verbesserung der Artenvielfalt auf landwirtschaftlichen Flächen zu entwickeln. „Um zielgenaue und exakte Lösungen geht es, um den Lebensraum von Insekten bestmöglich zu gewährleisten und zu schützen“, sagte Klöckner. Denn gerade die Land- und Forstwirtschaft sei auf Bestäubung oder Bodenfruchtbarkeit angewiesen, so Klöckner weiter.

Das breitangelegte Monitoring ist ergänzend zu bestehenden naturschutzfachlichen Monitoringansätzen konzipiert, heißt es beim BMEL. Das Monitoring startet 2019 mit Machbarkeitsstudien. Das Monitoring umfasst neben der Vielfalt und Qualität von Agrarlebensräumen verschiedene Organismengruppen, mit einem Schwerpunkt auf Insekten und von diesen erbrachten Ökosystemleistungen.

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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