Brüssel

Europaabgeordnete stimmen gegen den Import von neuen GV-Produkten

Produkte aus zwei gentechnisch veränderten Maissorten sowie einer Sojasorte, die allesamt gegen Glyphosat und Glufosinat-Ammonium resistent sind, dürfen nicht in die EU importiert werden.

Das Plenum des Europaparlaments hat sich am Donnerstag gegen den Import von Produkten aus den beiden GV-Maissorten MZHG0JG und MON 89034 sowie aus der GV-Sojasorte A2704-12 in die Europäische Union ausgesprochen. Die drei GVOs sind gegenüber den Herbizidwirkstoffen Glyphosat und Glufosinat-Ammonium resistent, meldet aiz.info.

"Ich bin strikt dagegen, dass gentechnisch veränderte Pflanzensorten immer wieder in Europa und Österreich zum Verkauf zugelassen werden sollen. Am Anbauverbot für Gentechnik auf Österreichs Feldern wird auch in Zukunft ohnehin nicht gerüttelt", sagte Alexander Bernhuber, Europaabgeordneter und Umweltsprecher der ÖVP im Europaparlament, zur Abstimmung über die Zulassung von Gentechnik-Produkten aus Mais und Soja. "Wir lehnen Gentechnik-Zulassungen konsequent ab, ich bin erleichtert, dass das Plenum des Europaparlaments dieser Linie gefolgt ist", so Bernhuber.

Die Abgeordneten begründeten ihre Entscheidung laut aiz.info mit einem höheren Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln und infolgedessen mit möglichen höheren Rückstandswerten im Erntegut. Hinsichtlich der Einfuhr von gentechnisch veränderten Sojabohnen verwiesen die Europaabgeordneten auf die Sojaerzeugung als einen wesentlichen Treiber für die Regenwaldrodungen in Südamerika.

Der Beschluss des EU-Parlaments hat keine bindende Wirkung.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Erwin Schmidbauer

geht das weit genug?

Müsste dann das EU-Parlament nicht auch konsequenterweise gegen jeden Import von Nahrungsmitteln (meist Fleisch) stimmen, die mit solchen Produkten gefüttert wurden?????

von Wilhelm Grimm

Bei uns gilt das Vorsorgeprinzip hoch 10, aber nur für die Landwirtschaft, Herr Doll !

Alle Anderen leben wie immer, nur schlimmer, was den Energieverbrauch, die Luftverschmutzung, die Wasserverschmutzung, den Flächenverbrauch, den Papier- und Plastikverbrauch und deren Entsogung in der Landschaft betrifft. Niemand verhält sich engelsgleich,auch wir nicht immer. Der Normalbürger überzieht uns auch nicht mit unsinnigen Auflagen, Verboten sowie Hass und Häme, es sind die hoch auf den Wolken schwebenden, praxisfernen Politiker und die auch in Beiräten sich tummelnden praxisfernen Wissenschaftler. Dieses wirtschaftsfeindliche Gelaber ist nicht nur für uns Landwirte giftig, alle Bürger dieses Landes müssen eines Tages dafür zahlen.

von Josef Doll

In der Eu gilt das Vorsorgeprinzip

In den USA gilt das nicht. Hier darf man sein Produkt zuerst mal auf den Markt werfen und wenns schief läuft darf man den Hersteller auf Millionen Schadensersatz verklagen. Bei VW, Bayer,.. funktionierts..... beim Fraking eher nicht !! Und dann gibt es noch die WTO sie ist mehr bei den USA als bei der EU. Nur wie kann es sein das die EU / und ihre Mitgliedsländer die die ---Grünen ----an der Macht haben dürfen -- IHRE-- Anforderungen Über den von den USA Standart ins Astronomomische erhöhen .Das Ausland darf aber liefern . Und das zu einem Preis den man Weltmarktpreis nennt !! Einen Preis der aber ohne auch nur einen <<<<<< Deut auf Umwelt und Tierwohl >>>> kennt ?? So funktioniert Wirtschaft scheinbar , so scheint es mir ,nur in der Landwirtschaft

von Gerd Schuette

Ein Beschluss des EU-Parlaments ist nicht mehr als eine Empfehlung, entschieden wird woanders. Soll die EU Zukunft haben ist es dringend erforderlich das Europaparlament mit mehr Entscheidungsbefugnis auszustatten. Entweder mutig voran oder das Projekt EU wird scheitern.

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