Betriebsbesuch

Flasbarth setzt beim landwirtschaftlichen Moorschutz auf Freiwilligkeit

Heute sieht man die Auswirkungen einer dauerhaften Entwässerung und intensiven landwirtschaftlichen Nutzung von Moorböden auf den Klima-, Umwelt- und Naturschutz.

Die Bedeutung eines konsequenten landwirtschaftlichen Moorschutzes für den Schutz des Klimas hat der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Jochen Flasbarth, hervorgehoben.

„Ein wirkungsvoller Schutz der Moorböden ist ein wichtiger Beitrag zu ambitioniertem Klimaschutz. Dabei wissen wir sehr wohl, dass mit der dafür erforderlichen Umstellung der Bewirtschaftung große Herausforderungen für die landwirtschaftlichen Betriebe verbunden sind“, betonte Flasbarth kürzlich beim Besuch der Raminer Agrar GmbH & Co KG, die in Vorpommern landwirtschaftliche Flächen auch auf Niedermoor bewirtschaftet.

Das Berliner Umweltressort setzt nach Flasbarths Darstellung beim Moorschutz auf Freiwilligkeit, Dialog und eine möglichst zielgenaue Unterstützung der betroffenen Betriebe.

„Früher war die ‚Kultivierung‘ der Moore zur Erzeugung von Lebens- und Futtermitteln gesellschaftlich erwünscht. Heute sehen wir die Auswirkungen einer dauerhaften Entwässerung und vor allem der damit einhergehenden intensiven landwirtschaftlichen Nutzung von Moorböden auf den Klima-, Umwelt- und Naturschutz“, stellte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus ergänzend fest.

Zudem sei diese Art der Landnutzung wegen des fortschreitenden Abbaus der Moorböden zeitlich begrenzt und werde zunehmend schwieriger. Ein verbesserter Schutz der Moorböden sei daher eine wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe von langfristiger Bedeutung, betonte Backhaus. Dabei müssten alternative Nutzungskonzepte entwickelt werden, damit die wiedervernässten Flächen auch zukünftig bewirtschaftet werden könnten. „Schutz durch Nutzung ist das Stichwort“, so der Minister.

DBV: Moorschutz nur gemeinsam; Wirtschaftlichkeit erhalten

Bei dem Termin ebenfalls dabei waren der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Bernhard Krüsken, und der Präsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Detlef Kurreck. Die beiden stellten klar, dass Moorschutz im Sinne des Klimaschutzes nur freiwillig möglich und mit den Bauern zu betreiben sei.

Einigkeit bestand mit BMU-Staatssekretär Flasbarth darin, dass beim Moorschutz auf Freiwilligkeit, Dialog und eine möglichst zielgenaue Unterstützung der betroffenen Betriebe zu setzen sei. Die Landwirtschaft wäre bereit, zum Erhalt von Moorstandorten und des hohen Humusgehaltes beizutragen, benötige aber Verlässlichkeit und Perspektiven für ihre Betriebe, so Krüsken und Kurreck.

Vorrangige Strategie müsse sein, die wirtschaftliche Nutzung von Moorstandorten zu erhalten und gleichzeitig die Klimawirkung von entwässerten Mooren zu reduzieren. Der Betrieb von Harald Nitschke zeige, dass mit einem intelligenten Management des Wasserstandes sowohl Moorschutz betrieben als auch die intensive Nutzung der Grünlandstandorte erhalten bleiben könne, betont Krüsken.

Die Urbarmachung von Mooren für die Erzeugung von Lebens- und Futtermitteln mit Hilfe der Entwässerung von Mooren sei eine kulturhistorische Leistung von Generationen von Landwirten gewesen. Jetzt sei es erforderlich, gemeinsam Konzepte zur klimafreundlichen Bewirtschaftung dieser Flächen unter Erhaltung der wirtschaftlichen Perspektiven der Betriebe zu entwickeln.


Diskussionen zum Artikel

von Gerd Ulken

Flasbarth

Das ist doch ein kommunist hoch 3 - so einen wollen die in Russland u China schon nicht mehr. Bauernhasser

von Berthold Lauer

Kostengünstig

Man "braucht" uns nur deshalb, weil Erhalt und Pflege mittels Bauern am billigsten ist!

von Gerhard Steffek

Das ist es ja -

die Herrschaften wollen nur einen "billigen Neger" (sofern das man noch sagen darf). Denn wie man sieht sind sie dazu nicht in der Lage. Zum einen aus Kostengründen, aber auch aus Gründen der Kompetenz, wie die Konikpferde oder Wasserbüffel deutlich zeigten.

von Gerhard Steffek

Ah ja,

da braucht man wieder die Bauern. Wenn es um Naturschutz geht, da sind sie dann auch wieder als "Ansprechpartner" gut genug. Ansonsten nutzt man sie als Prügelknaben. Man stelle sich mal vor, die Bauern würden diese Flächen nicht mehr nutzen... Die übliche Vegetation bei uns ist Wald, ... mehr anzeigen

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