Frankreich: Erträge im Pflanzenbau stagnieren

Französische Bauern registrieren einen Rückgang der Erträge von Winterweizen, Gerste, Hafer, Hartweizen und Weinreben.

Seit Ende der neunziger Jahre stagnieren in Frankreich die Erträge im Pflanzenbau. Das geht aus einer Analyse des zum Pariser Landwirtschaftsministeriums gehörenden Zentrums für Untersuchungen und Zukunftsforschung (CEP) hervor, die kurz vor Weihnachten veröffentlicht wurde und bereits im November im Magazin „Nature“ erschienen ist.

Demnach bestätigen die Forscher eine Stagnation und mitunter sogar einen Rückgang der Erträge von Winterweizen, Gerste, Hafer, Hartweizen und Weinreben. Außerdem wurden die Erträge von Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln unter die Lupe genommen.

In Verbindung mit dem Klimawandel wollen die Experten ihre Ergebnisse aber nicht stellen. Vielmehr lasse die Stagnation der Erträge auf ertragreichen Flächen die Vermutung zu, bei der Agrarproduktion „dem physiologisch maximal Möglichen“ näherzukommen. Außerdem spielten politische und strategische Entscheidungen sowie wirtschaftliche Faktoren eine zentrale Rolle bei der Ertragsentwicklung, so die Autoren.

Hofreiter will Agrarzahlungen auch an Arbeitsbedingungen koppeln

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Agra Europe (AgE)

Schreiben Sie Agra Europe (AgE) eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Klaus Fiederling

Ein offensichtlicher Widerstreit der jeweiligen Einlassungen

Ich erinnere nochmals an die neuesten Prognosen von Strategie Grains erst dieser Tage hier bei TA online: Da schwurbelte das französische Beratungsunternehmen sehr frühzeitig von einer in 2019 hoffnungsverheißend in Erwartung stehenden EU-Weizenernte auf einem schon jetzt euphorisch gefeierten Vierjahreshoch. Damit legitimiert sich allerdings auch selbstredend unter Einbezug vorstehender Eingeständnisse der französischen Bauern -eben jenen überaus erfahrenen Praktikern auf der Scholle- die berechtigte Frage: Von wem wird demnach also Strategie Grains „gespeist“!? Welche Statisten der Agrarindustrie tragen mithin durchgängig öffentlichkeitswirksam mit Nachdruck Sorge dafür, dass ein bäuerliches Erzeugerpreisniveau europaweit in einer stetig in Rotation befindlichen fatalen Abwärtsspirale verharrt!? // Jene, die von diesem unnatürlichen Mix des physischen Marktes mit den ganzjährig hoch aktiven Nullen und Einsen auf dem Börsenparkett profitieren, wissen präzise solche für eine handverlesene Spezies Profite schaffenden Nullen und Einsen immer wieder sofort einflussnehmend auf unseren Äckern zu platzieren. // Die Gretchenfrage nunmehr schlechthin aber: Welchen Zahlen, Daten und Fakten darf man mithin fernerhin vertrauend Glauben schenken wollen!?

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen