Mehr Kalk gedüngt

Die Landwirte in Deutschland haben 2011 mehr Kalkdünger als in den Vorjahren eingesetzt. Wie die Düngekalk Hauptgemeinschaft (DHG) unter Verweis auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes mitteilte, stieg der Absatz im vergangenen Jahr um 330 000 t oder 14 % auf 2,38 Mio t; das war nach 2008 das zweithöchste Niveau seit der Wiedervereinigung.

Die Landwirte in Deutschland haben 2011 mehr Kalkdünger als in den Vorjahren eingesetzt. Wie die Düngekalk Hauptgemeinschaft (DHG) unter Verweis auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes mitteilte, stieg der Absatz im vergangenen Jahr um 330 000 t oder 14 % auf 2,38 Mio t; das war nach 2008 das zweithöchste Niveau seit der Wiedervereinigung.

Bereits im ersten Quartal 2011 wurden aufgrund der günstigen Witterung 422 000 t Kalkdünger in Deutschland gestreut. Ähnlich gut waren die klimatischen Bedingungen zur Befahrung der Äcker von September bis November 2011, so dass viele Landwirte die Kalkversorgung ihrer Böden auffrischten.

Nach Auffassung von Dr. Reinhard Müller, seit Dezember 2011 neuer DHG-Leiter, trug auch die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage vieler Landwirte zur erhöhten Verwendung bei. Kalkdüngung werde oft als notwendige Pflicht gesehen, die nur alle paar Jahre in der Fruchtfolge zu erfüllen sei; sie sollte hingegen häufiger als gezielte und preiswürdige Basis für die Erhaltung und Optimierung der Bodenfruchtbarkeit eingesetzt werden, betonte Müller. Er riet den Landwirten, das bodenspezifische ph-Optimum auf jeden Fall einzuhalten, denn dies habe sich in vielen Versuchen und Erfahrungen als nutzbringend erwiesen.

Wie die DHG weiter mitteilte, wurde in den vergangenen Jahren von den verschiedenen Düngekalktypen zu etwa 70 % der Kohlensaure Naturkalk verwendet. Branntkalk kam insbesondere auf schweren Böden und für Spezialzwecke zum Einsatz. Konverterkalke aus der Stahlproduktion erreichten 2011 einen Marktanteil von knapp 10 %. Laut DHG zeigen Auswertungen von Bodenuntersuchungsergebnissen aus einigen Bundesländern, dass noch immer viele Acker- und Grünlandböden nicht im optimalen pH-Bereich liegen und dort entsprechender Handlungsbedarf besteht. (AgE)

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