Ertragsstabilität

Raps: Diese Sorten sind die Favoriten für den Anbau 2021

Die Wahl ertragsstabiler Sorten wird immer bedeutender. Gründe dafür sind vor allem Wetterkapriolen und Einschränkungen beim Pflanzenschutz. Hier die Empfehlungen für diese Saison.

Unser Autor: Matthias Keimerl, N.U. Agrar GmbH

Die aktuellen Rapspreise und die Förderung vielfältiger Fruchtfolgen in einigen Bundesländern befeuern den Rapsanbau. Wichtig ist allerdings, den Anteil von 20% Raps in der Fruchtfolge nicht zu überschreiten. Andernfalls steigt der Krankheitsdruck und die Erträge brechen ein.

Die Anforderungen nehmen zu

Mittlerweile sind viele der aktuellen Rapssorten resistent bzw. tolerant gegen TuYV, das durch Blattläuse übertragen wird. Damit kann man zwar dem Virusrisiko begegnen, nicht aber der Gefahr von Saugschäden. Nach dem Wegfall der insektiziden Beizen spielen Blattläuse eine immer größere Rolle, zumal sich die Grüne Pfirsichblattlaus durch Pyrethroide nicht mehr sicher bekämpfen lässt.

Herausfordernd ist zudem die Witterung. So kam es z.B. in den letzten Jahren öfter zu Trockenstress schon bei der Saat. Auch das Risiko des Überwachsens der Bestände nimmt zu. Und nicht zuletzt lösen Spätfröste physiologische Knospenwelke aus.

Das heißt: Die Robustheit der Sorten gegenüber Hitze, Kälte, Trockenheit, Nässe oder Spätfrost ist gefragter denn je. Wie ertragsstabil die aktuell ertragfähigsten Sorten sind, entnehmen Sie dem Rangtest in der Übersicht. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die Trockenheit in den letzten Jahren die Sorten in Richtung „trockenheitstolerant“ selektiert hat und sich die Winterhärte aufgrund der milden Winter in den Versuchen kaum prüfen ließ.

Eine Sorte mit der Rangziffer 1,0 steht auf allen Standorten einer Region an der Spitze und ist ohne Einschränkungen zu empfehlen. Sorten mit Rängen bis 3,5 sind für den Anbau in der...


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