Agrarsoziale Gesellschaft

Welche Rolle nimmt die Landwirtschaft beim Klimawandel ein?

Die Landwirtschaft soll künftig klimafreundlicher wirtschaften. Darin sind sich alle Beteiligten einig. Doch über das Wie wird gestritten.

Ist die Landwirtschaft beim Klimawandel Täter, Opfer oder Retter? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Herbsttagung Agrarsozialen Gesellschaft (ASG). Den Referenten und Referentinnen konnte man diesmal wegen der Corona-Pandemie nur virtuell folgen, aber selbst ohne persönliche Begegnung entspann sich eine kontroverse Debatte über die Rolle der Landwirtschaft im Klimawandel. Im Grunde sei die Landwirtschaft von allem etwas, so der Tenor der Tagung.

CO2 speichern als Geschäftsmodell für Landwirte?

So könnten Landwirte ihre Flächen anders bewirtschaften, um mehr CO2 im Boden zu binden und auf diese Weise die Rolles des Retters einnehmen, meint Prof. Friedhelm Taube von der Uni Kiel. Ihm schwebt eine Hybridlandwirtschaft mit Elementen der ökologischen und konventionellen Bewirtschaftung vor. Man könne eine Art Gemeinwohlprämie schaffen, um den Betrieben den zusätzlichen Aufwand zu entlohnen. Das sei auch über die zweite Säule der GAP realisierbar. Auch die Idee eines Zertifikatehandels wurde diskutiert. Die Grundlage dafür wäre das Speichern von Kohlenstoff durch Humusaufbau, im Zusammenhang mit der geplanten Einführung eines CO2 Preises in...


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