Einschränkung

Weniger Glyphosat in Städten

Immer mehr Kommunen und Städte arbeiten daran, weniger glyphosathaltige Mittel einzusetzen. In vielen ist der Gebrauch von Glyphosat bereits eingeschränkt.

Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Viele Städte verbieten bereits die Anwendung des Totalherbizids auf eigenen Flächen. Beispielsweise verzichtet NRW auf Friedhöfen, Sportanlagen oder Parkanlagen darauf. In Bonn nutzen die Stadtgärtner Abflammgeräte oder Wildkrautbürsten, was im Vergleich zum Unkrautvernichter teurer sei.

Bundesweite Umfrage zu Glyphosat in Städten

Der Überblick einer bundesweiten Umfrage der deutschen Presseagentur zeigt, dass immer weniger Städte Glyphosat einsetzen, berichtet der Spiegel:

  • Frankfurt am Main arbeitet bereits seit den Achtzigern herbizidfrei. Die städtischen Flächen werden stattdessen gebürstet oder gehackt. Auf Pachtflächen besteht kein generelles Verbot.
  • Stuttgart verzichtet seit 2016 gänzlich auf Glyphosat in Parks und Grünanlagen. Die Erfahrungen belegen, dass mit der Bereitschaft, mehr Geld und Zeit zu investieren vieles möglich scheine.
  • In Mainz existiert für Pachtflächen noch kein Glyphosatverbot. In Grünanlagen wird seit 2012 darauf verzichtet. Die Blattläuse auf den empfindsamen Rosen im zentralen Rosengarten bekämpfe man mittlerweile mit Milch. Diese wird über Nacht sauer und tötet so die Läuse.
  • Beim Neuabschluss von Pachtverträgen nimmt Düsseldorf den Verzicht auf das Herbizid als Bestandteil auf. Mit Nutzern laufender Verträgen verhandle man über Änderungen, bei 70% der Verträge konnten bereits Anpassungen umgesetzt werden.

Bayern: Pflanzenschutzmittel in Privatgärten eindämmen

Bayern nimmt auch die Hobbygärtner in die Verantwortung. Ein Tag vor der abschließenden Landtagsdebatte über das Gesetzespaket zum Bienen-Volksbegehren beschloss das Kabinett in einer Bundesratsinitiative, dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Privatgärten eingedämmt wird. So soll eine Strategie zur Verringerung des Pestizideinsatzes in Haus- und Kleingärten entwickelt und verbindliche gesetzliche Vorgaben erlassen werden. Im Rahmen der Glyphosatminderungsstrategie soll zudem der Einsatz des Unkrautvernichters verboten werden.

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Artikel geschrieben von

Murielle Winkelmann

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Diskussionen zum Artikel

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von Freygang GbR

PSM direkt aus der Kuh

Eine Marktlücke für die Milchbauern, PSM direkt aus der Kuh: "Die Blattläuse ... bekämpfe man mittlerweile mit Milch."

von Diedrich Stroman

Unkrautpflaster!

Der Bürger mischt sich schon was zurecht, der Baumarkt bietet noch diverses, die ganz schlauen nehmen Adblue, verbrennt alles nicht nur im Katalysator!!Politik und Bürger sag ich nur!!!Aber Politik und Bauern ist noch schlimmer!!

von Gerhard Steffek

Krebeserregend???

Bitte lassen sie die Kirche im Dorf! Selbst die IARC stuft Glyphosat "nur" als "wahrscheinlich krebserregend" ein. D.h. eine Stufe unter "Krebserregend". Aber was ist bei der IARC schon nicht zumindest "wahrscheinlich nicht krebserregend". Lediglich die Sachen, die sie nicht untersucht haben. Alles andere bekommt immer eine Einstufung bei der "Krebserregend" dabei steht. Da ist doch schon alleine dieses Institut die entsprechende Gefahr und nicht nur das Risiko das sie bewerten. Ein Risiko ist es hier diesem Institut Glauben zu schenken, da ja laut denen bereits heißer Kaffee, Holzstaub, Sonnenlicht oder die Currywurst "wahrscheinlich krebserregend" ist. Spinnt man den Faden weiter, dann ist im Grunde genommen das Leben an sich krebserregend. Na ja, tödlich ist es auf jeden Fall. "Das Leben ist eine Krankheit, die durch sexuellen Kontakt übertragen wird und endet auf alle Fälle tödlich". Ist es da dann nicht letztendlich egal an was man stirbt? Hauptsache man macht was aus seinen Leben und läßt es sich nicht von solch fadenscheinigen Instituten und ihren "krebserregenden" Prognosen versauen.

von Gerhard Steffek

Grau ist alle Theorie!!

Diese ganzen "Besserwisser" werden alle an der Realität scheitern! Das wird dann aber dezent unter den Teppich gekehrt. Denn was sind die Alternativen dazu? Schon Mark Twain erkannte: "Unkraut ist, was nach dem Jäten wieder wächst." Nur das will ja auch keiner mehr machen.

von Jörg Meyer

Ohne totalherbizide?

Unsere Gemeinde hat nach öffentliche Stellungnahme vom Bürgermeister das Mittel stonos eingesetzt. Stones ist ein Reiniger der keine Zulassung hat als Herbizid! Viel Kommunen setzen irgendetwas ein Hauptsache kein glyphosat. Das sie eine Genehmigung nach pflanzenschutzmittelgesetz brauchen separat für jedes Grundstück wissen auch viele nicht. Ich habe eine Genehmigung für pelagonsäure, die mittelaufwandmenge beträgt 340 Liter je ha bei glyphoat 3 Liter...

von Michael Behrens

Jetzt wieder Krebserregend?

Gestern war es doch noch die Biodiversität und vorgestern die Bienen? Perfekt wäre es doch wenn Glyphosat klimaschädlich ist! Mal sehen was sich die NGO's noch so einfallen lässt? Der Mainstream wird es ungeprüft verbreiteten! Eine Frage: Köln hat den Klimanotstand ausgerufen, der Stadtrat muss jetzt immer die klimafreundlichsten Vorgehensweise bevorzugen, Bau, Schule, Verkehr, etc. Sie müssten der Logik nach das abflammen verbieten und Glyphosat bevorzugen! Welch ein Spagat.

von Wilhelm Grimm

Glyphosatminderungsstrategie.

Sie halten sich für schlau, helau ! Schon passiert: Abflammen um das Haus oder die Garage. ist modern. Das trocken Gras fängt Feuer. Haus und Garage sowie Auto auch weg. Aber nicht so schlimm, denn Glyphosat ist Gift.

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