Biokerosin aus Algen

In einer weltweit einmaligen Anlage will die Technische Universität München (TUM) Biokerosin aus Algen herstellen.

Ein weltweit einmaliges Technikum für die Algenzucht hat die Technische Universität München (TUM) in Kooperation mit der Airbus Group auf dem Ludwig Bölkow Campus in Ottobrunn südlich von München aufgebaut. Hier wollen die Wissenschaftler ein effizientes Verfahren zur Produktion von Biokerosin und chemischen Wertstoffen aus Algen erforschen. Algen können nach Angabe der TUM einen bis zu zehn Mal höheren Biomasseertrag pro Hektar und Jahr liefern als herkömmliche Energiepflanzen.

Die Besonderheit des Ottobrunner Algentechnikums besteht darin, dass die lichttechnischen und klimatischen Bedingungen für praktisch jeden Ort auf der Welt simuliert werden können. Die Kosten von etwas mehr als 10 Millionen Euro teilen sich die Airbus Group und das Bayerische Wissenschaftsministerium.

 Die Fassade des Gebäudes besteht aus Spezialglas, das auch UV-Strahlung passieren lässt. Eine ausgefeilte Klimatechnik soll dafür sorgen, dass sowohl tropische als auch sehr trockene Klimabedingungen erzeugt werden können. In den beiden äußeren Hallen können dabei unterschiedliche Klimazonen simuliert werden.

Das Technikum ist ein wesentlicher Baustein des vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie geförderten Projekts „AlgenFlugKraft“.

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