Energiewende

Bundesländervergleich: Gewinner und Verlierer kommentieren die Ergebnisse Premium

Nach der Veröffentlichung des Bundesländervergleichs zur Energiewende analysieren einige Ministerien die Stärken und Schwächen, fordern auch Taten von der Bundesregierung.

Schleswig-Holstein hat beim Bundesländervergleich 2019 der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zusammen mit Baden-Württemberg den ersten Platz belegt. Im vorherigen Bundesländervergleich 2017 war Schleswig-Holstein auf Rang fünf geführt worden. „Dieses Ergebnis bedeutet Anerkennung und Ansporn zugleich. Jetzt geht es darum, diese Spitzenposition nicht nur zu halten, sondern mit neuen Ansätzen und Technologien auszubauen. Dafür liefert uns die Analyse über alle Sektoren hinweg wertvolle Hinweise“, sagte Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht: „Windkraft, Photovoltaik, Bioenergie, Elektromobilität, grüner Wasserstoff und ein zügiger Netzausbau sind die entscheidenden Wegbereiter für die nächste Stufe der Energie- und Wärmewende im echten Norden.“

Albrecht verwies in diesem Zusammenhang auf den Wert der neuen Regionalpläne für den Ausbau der Windkraft in Schleswig-Holstein, die die Landesregierung noch in diesem Jahr vorlegen wird: „Es ist essentiell für die Branche und das weitere Gelingen der Energiewende, dass wir die Regionalplanung im kommenden Jahr rechtssicher in Kraft setzen. Ziel bleibt es, zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft zu nutzen und bis 2025 zehn Gigawatt aus Windkraft an Land zu erzeugen.“ Von der Bundesregierung erwartet er dabei Unterstützung statt neuer Mindestabstandsregelungen, die der Energiewende im Norden das Wasser abgraben würden. „Power-to-Heat, Elektromobilität, Wasserstoffelektrolyse, Digitalisierung: Wir haben mit unserem Grünstrom viel vor in Schleswig-Holstein.“

Vordere Platzierungen erreichte Schleswig-Holstein insbesondere bei Zielsetzungen, Programmatik und Berichterstattung der Energiewende- und Klimaschutzpolitik, bei Landesenergieagenturen, Informationen über die Nutzungsmöglichkeiten, beim Ausbau der Elektromobilität, den Anteilen der EE-Branche an Unternehmen, Beschäftigten und Umsätzen sowie bei den bereits erreichten Anteilen der Erneuerbaren Energien am Strom- und am Primärenergieverbrauch.

Baden-Württemberg

Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hat Baden-Württemberg zum zweiten Mal in Folge auf den Spitzenplatz seines Länder-Rankings Erneuerbare Energien gesetzt. „Die Studie bescheinigt Baden-Württemberg wie schon 2017 erneut eine besondere Stärke in der energiepolitischen Programmatik“, sagte Umweltminister Franz Untersteller. Beurteilt wurden dabei zum Beispiel die Zielsetzungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien und deren Systemintegration, das Monitoring der Energiewende sowie Informations- und Beratungsangebote zum Ausbau der Erneuerbaren. Sehr gut bewertet haben die Institute auch die Förderprogramme des Landes und seine Vorbildrolle. „Damit bekommen wir in den Bereichen gute und sehr gute Noten, in denen wir als Land und als Umwelt- und Energieministerium...

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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