Wasserstoff

Bundesrat fordert mehr Anreize für die Wasserstoffwirtschaft

Die Länder setzen sich für eine Reduzierung der EEG-Umlage und den zügigen Aufbau einer neuen Infrastruktur ein. Kritik gibt es an neuen Plänen für Wasserstoff aus Atomstrom.

Der Bundesrat fordert einen ambitionierten Rechtsrahmen für eine nachhaltige Wasserstoffwirtschaft. Die Länder sprechen sich in einer am 27. November 2020 gefassten Entschließung für eine grundlegende Reform des Umlagen-, Steuer- und Abgabensystems im Energiesektor aus. Dieses müsse systematisch, sektorenkopplungsfreundlich, dekarbonisierungsorientiert und technologieoffen fortentwickelt werden.

Dazu gehört nach Ansicht des Bundesrates auch die schrittweise Reduzierung der EEG-Umlage für Sektorenkopplungstechnologien wie zum Beispiel Wasserstoffelektrolyseanlagen. Die Umlagebefreiung für grünen Wasserstoff müsse unverzüglich erfolgen, um einen wirtschaftlichen Anreiz zu setzen. Grüner Wasserstoff wird aus Elektrolyse von Wasser hergestellt und setzt keinerlei CO₂ frei, da der eingesetzte Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammt.

Infrastruktur und EU-weite Zertifizierung

Weitere Forderungen des Bundesrates:

  • Die Bundesregierung soll rechtzeitig die Voraussetzungen zur Realisierung von Vorhaben zur Erzeugung, Nutzung, Transport und Import von Wasserstoff zu schaffen.
  • Es soll harmonisierte Standards für die Produkte, Zertifizierung, Herkunftsnachweise und technische Normanforderungen für den länderübergreifenden Handel mit erneuerbaren Gasen geben.
  • Notwendig sei eine eindeutige Klassifizierung bzw. Zertifizierung von grünem Wasserstoff und Folgeprodukten wie zum Beispiel grünem Methanol auch auf...

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