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Juwi baut tausendstes Windrad der Firmengeschichte

Mit dem Bau von vier Anlagen im thüringischen Mohlis erreicht juwi als einer der ersten deutschen Projektentwickler die Marke von 1.000 Windrädern an Land.

Das Projekt ist ein Meilenstein in der über 22-jährigen Firmengeschichte der Juwi AG: Mit dem Bau der vier Anlagen in Thüringen erreicht der deutsche Projektentwickler die Marke von 1000 Windrädern an Land. Gerade hat Juwi in Mohlis, rund 25 Kilometer östlich von Gera, mit den Fundamentarbeiten begonnen, im Spätsommer werden die Anlagen in Betrieb gehen.

Das Jubiläumwindrad ist eine Anlage vom Typ Vestas V136 und hat eine Nennleistung von 3,6 Megawatt, eine Nabenhöhe von 149 Meter und einen Rotordurchmesser von 136 Meter. Die Gesamthöhe beträgt 217 Meter. Nach der Inbetriebnahme erzeugen die vier Windräder zusammen rund 50 Millionen Kilowattstunden Strom. Das entspricht dem Jahresverbrauch von mehr als 16.000 Haushalten.

Beeindruckende Entwicklung der Windenergie

Der Bau dokumentiere eindrucksvoll auch die technologische Entwicklung der Windenergie in den vergangenen 20 Jahren. Im Jahr 1996 – dem Gründungsjahr von Juwi – erzeugte ein Windrad der 500-Kilowatt-Klasse pro Jahr rund eine Millionen Kilowattstunden. „Heute schaffen wir mit der Anlage in Mohlis rund das Zwölffache. Und auch die Kosten sind enorm gesunken, auf mittlerweile nur noch rund fünf Cent pro Kilowattstunde“, betont Juwi-Vorstand Michael Class.

Über 130 Megawatt bei den Wind- und rund 100 Megawatt in den Solarausschreibungen sicherte sich das Unternehmen mit Sitz im rheinhessischen Wörrstadt. Als Schlüssel zum Erfolg erwiesen sich die umfangreichen Marktanalysen sowie die Juwi-interne Datenbank, die neben den Daten aus dem Anlagenregister der Bundesnetzagentur auch viele Datensätze zu laufenden Genehmigungsverfahren enthält. Basierend hierauf arbeitet das Unternehmen mit detaillierten Ertragssimulationen, die unter anderem Zuschlagswahrscheinlichkeiten für bestimmte Gebotshöhen und mehrere Folgerunden berechnen. Bei den Wind-Ausschreibungen lag Juwi so mit 14 von 15 Zuschlägen über dem Durchschnittswert der jeweiligen Runde. „Es geht uns vor allem darum, das optimale Gebot in der für uns optimalen Ausschreibungsrunde abzugeben“, sagt Meinrad Wagenschwanz, Geschäftsbereichsleiter Erneuerbare Energien Deutschland.

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Die Ursachen für das magere Ergebnis der jüngsten Ausschreibungsrunde sind vielfältig. Die Branche sieht vor allem die Politik in Verzug.

Ein etwas erhöhter Höchstgebotswert für Ausschreibungen von Windenergieanlagen an Land soll den Wettbewerb auch an weniger ertragreichen Standorten möglich machen.

Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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Diskussionen zum Artikel

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von Christian Bothe

"Windmühlen"

Grauenvoll diese Verspargelung von Thüringen. Gottseidank gibt es genug BI gegen diesen Unfug. Sonst wird ja Frankreich von Merkel hochgelobt, aber das man dort sinnvollerweise noch zweidrittel des Bedarfes emissionsfreien Strom in AKWs produziert, wird lieber nicht diskutiert. Die s.g. Energiewende in Deutschland ist der falsche Weg, ein gesunder Energiemix unter Einbeziehung auch von diesen Windmühlen wäre eine richtige und bezahlbare zukunftsweisende Entscheidung gewesen. Übrigens der Winter 1978/79 zeigte uns das nur AKWs sicher Strom liefern konnten. Nicht auszudenken wenn es wieder mal dazu kommt. Dann hätte sich das mit den Windmühlen von selbst erledigt?

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