Aus der Wirtschaft

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Neue Plattform für Regionalstrom aus Direktvermarktung

Die DEVG Deutsche Energie Versorgung GmbH beliefert Privat- und Geschäftskunden mit regionalem Strom aus Direktvermarktung. Das ist neu in Deutschland.

Die DEVG Deutsche Energie Versorgung GmbH aus Hamburg hat kürzlich ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen. Die DEVG ist eine Schwestergesellschaft der DEB Deutsche Energie Beratung. Der neue Energieversorger liefert Privat- und Geschäftskunden regionalen Strom aus Direktvermarktung, der zu 100% aus erneuerbaren Energien gewonnen wurde.

Das ist nach Unternehmensangaben neu am deutschen Strommarkt. Als einziges mittelständisches Unternehmen in Deutschland produziere die von Ove Burmeister und Jürgen Kilimann geleitete DEB-Gruppe nicht nur Solarstrom, sondern vermarkten ihn auch selbst.

Kein Zukauf von "grünen Zertifikaten"

Dazu wurde die DEVG geschaffen, die den ausschließlich aus regenerativen Quellen erzeugten Strom vertreiben soll. Was nicht selbst produziert werden kann, wird aus regionalen Wasser-, Wind- und Biomassekraftwerken bezogen. Auf einer eigens dafür geschaffenen Plattform treffen sich die Anlagenbetreiber der DEB Photovoltaikanlagen mit den DEVG-Stromkunden, die sich ihren Stromlieferanten selbst aussuchen können. Die DEVG kümmert sich um alle Formalitäten und zertifiziert die Stromherkunft und den konkreten Kapitalfluss.

Damit möchte die DEB Gruppe den Grundgedanken des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) so konkret umsetzen, wie es eigentlich einmal gedacht war. Es werden keine Zertifikate gekauft, um schmutzigen Kohlestrom "grün zu waschen", betont die Geschäftsleitung. Der Wechsel zu grünem Strom sei in wenigen Minuten von Jedermann umzusetzen. Für jeden Neukunden lässt die DEVG über das UN-Umweltprojekt "Plant for the Planet" einen Baum pflanzen.

Sanierung von Dachflächen

„Mit dem Bau von Dach-Solaranlagen werden Dachflächen saniert und die Eigentümer bekommen über viele Jahre zuverlässige Pachteinnahmen“, verspricht DEB-Geschäftsführer Ove Burmeister. Die Käufer einer DEB-Solaranlage sollen Steuervorteile haben und über die Direktvermarktung einen Mehrertrag von bis zu 2 Ct/kWh erzielen. Das wären 18 bis 22 % Mehrerlös über dem EEG - Satz. Da zur DEB-Gruppe auch die EDEG Erste Deutsche Energie Genossenschaft eG gehört, können auch Kleinanleger profitieren. Die Mitgliedschaft in der Genossenschaft hat eine Mindestlaufzeit von 3 Jahren. Bei einer Mindesteinlage von EUR 2.500,- bringe dies einen Festzins von 3 %, verspricht DEB. So könne nahezu jeder an der Energiewende partizipieren - vom Kleinanleger bis zum institutionellen Investor, der Photovoltaik-Großanlagen im Ganzen kauft.

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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