Energiepflanzen

Ökologische Alternativen für den Mais

Alternativen zu Mais, wie mehrjährige Blühflächen mit Biogasnutzung sind möglich. Das zeigt das Projekt „Energiepflanzenbau und Biodiversität“ im nordrhein-westfälischen Coesfeld.

Die westfälische Landschaft wird immer stärker von dominanten Maisfeldern geprägt. Vor allem in Gebieten mit einer hohen Dichte an Biogasanlagen steige der Fruchtfolgeanteil der hochwachsenden Energiepflanze immer weiter an. Zusätzlich sollen jedoch auch weiterhin Lebensräume für Insekten und Wildtiere geschaffen werden, berichtet die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft. Um diese beiden Standpunkte, sowie den akuten Flächenschwund zu verbinden, hat es sich die Stiftung auf die Fahne geschrieben, produktionsintegrierte Maßnahmen zu erproben, die bei gleichzeitiger Biogasproduktion, die Biodiversität fördern. Das sechsjährige Projekt „Energiepflanzenbau und Biodiversität im Münsterland“ neigt sich nun dem Ende zu.

Auf einigen Flächen in den Coesfelder Bauerschaften Flamschen und Stevede hatten Vertreter aus Landwirtschaft, Naturschutz, Politik und Wissenschaft die Möglichkeit einen Einblick in die Projektarbeit zu bekommen. Gleichzeitig berichteten teilnehmende Landwirte von ihren Erfahrungen der letzten fünf Jahre. Hubertus Beringmeier, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) und Vorsitzender der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft, zeigt sich erfreut über das große Interesse: „Alleine in diesem Jahr haben 37 Landwirte auf 67 ha Ackerland rund um Coesfeld Maßnahmen umgesetzt und das Interesse steigt weiter an.“

Förderung der biologischen Vielfalt

Ziel des Projektes sei es, ökologisch wertvolle Maßnahmen umzusetzen, die in den Anbau von Energiepflanzen integrierbar seien, die biologische Vielfalt erhalten und fördern und aus landwirtschaftlicher Sicht eine gute Ergänzung zum Mais bieten, erklärt Christiane Baum, Leiterin des Projektes „Energiepflanzenbau und Biodiversität im Münsterland“. Dabei bekamen die Landwirte über den Projektzeitraum von sechs Jahren eine jährliche finanzielle Unterstützung durch die Stiftung. Jede Maßnahme wird individuell vergütet. Außerdem besteht die Möglichkeit, Flächenprämien zu beantragen. Zusätzlich werden die eingesetzten Saatgutmischungen gestellt. Diese sind zum Teil auf Grund ihrer Regionalität vergleichsweise teuer. Bei der Auswahl des Saatgutes werde darauf geachtet, dass sowohl Kultur-, als auch regionale Wildpflanzen enthalten sind. Dabei wird auf das Ziel hingearbeitet, die Strukturvielfalt der heimischen Agrarlandschaft zu erhöhen. Auch Ertrag und ökologische Gesichtspunkte spielen eine große Rolle um die Umstellung einerseits rentabel für den Landwirt machen und andererseits möglichst vielen Wildtieren ganzjährig Nahrung und Unterschlupf zu bieten.

Ertragseinbußen einkalkulieren

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