Koblenz

Urteil: „Verschandelung der Landschaft“ kein Grund für Windkraftblockade

Windkraftgegner wollten gerichtlich durchsetzen, dass das Argument einer befürchteten „Verschandelung der Landschaft durch Windräder“ den Bau einer Windkraftanlage verhindern kann.

Der Rhein-Hunsrück-Kreis hatte einen Antrag für ursprünglich vier Windräder im Januar 2015 abgelehnt. Der Kreis befürchtete eine Verschandelung der Landschaft durch die weithin sichtbaren Anlagen, weil der Standort in der Nähe des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal sein sollte.

Dagegen ging der Hersteller vor Gericht und verlor zunächst vor dem Verwaltungsgericht. Im Berufungsverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht Koblenz bekam er nun recht, berichtet der SWR. Die Entscheidung, die erst jetzt bekannt wurde, soll schon am 6. Juli gefallen sein.

Zwar sei das Obere Mittelrheintal eine besonders schutzwürdige Landschaft. Eine Verunstaltung sei durch die beantragten Windräder aber nicht zu befürchten, urteilten die Richter. Der Landkreis müsse daher prüfen, ob es noch andere Gründe gebe, die gegen die Anlagen sprächen.

Wagyu-Rind für 41.000 € verkauft

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

Schreiben Sie Alfons Deter eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Christian Bothe

Verschandelung mit Windmühlen

Scheinbar wohnen die Herren Richter weit weg von diesen Ungetümen...

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen