EU-Parlament/Klimaschutzpolitik

Von der Leyen will ambitionierten Klimaschutz durchsetzen

Kommt von der Leyen durch, kommt eine Verschärfung der EU-Klimaschutzpolitik zum Tragen. Dies kündigte die CDU-Politikerin bei der Grünen-Anhörung im EU-Parlament an

„Wir alle wissen dass die Uhr tickt beim Klimawandel“. Mit dieser Position trat Ursula von der Leyen am Mittwoch bei den Parlamentsanhörungen bei SPD, den Liberalen und den Grünen für einen verschärften EU-Klimaschutzpolitik ein.

Schafft es die designierte Kandidatin Ursula von der Leyen in der kommenden Woche eine Mehrheit der Abgeordneten auf Ihre Seite zu bringen, will die CDU-Politikerin als Kommissionspräsidentin die Schlappe der deutschen Volksparteien bei den Europawahlen in Sachen Klimaschutz wettmachen.

In der Anhörung der Grünen im EU-Parlament am Mittwochnachmittag kündigte von der Leyen an, ehrgeizigere Ziele bei der EU-Klimaschutzpolitik auf den Weg bringen zu wollen. Für die anvisierten CO2-Reduktionsziele bis 2030 müsse ein verbindliches Ziel für die gesamte EU um 50 Prozent und nicht wie bisher vereinbart um 40 Prozent erreicht werden.

Damit macht sich von der Leyen die Position von mehreren Hunderten Klima-Wissenschaftlern aus aller Welt zu eigen, die eine Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius und das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 nur erreichbar sehen, wenn die Treibhausgase schon bis 2030 deutlicher reduziert würden.

Die Grünen im EU-Parlament geben sich damit nicht zufrieden. Sie verlangten in der Anhörung am Mittwoch von der Kandidatin von der Leyen, dass Sie sich für eine Reduktion um 55 Prozent einsetzen solle bis 2030. Nach der Anhörung erklärte die grüne EU-Parlamentsfraktion ihre geschlossene Ablehnung von der Leyens bei der in der kommenden Woche anstehenden Wahl zur Kommissionspräsidentin.

Bauernverband SH ruft Mitglieder zu Anpassung auf

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Thomas A. Friedrich

Korrespondent Brüssel/Straßburg

Schreiben Sie Thomas A. Friedrich eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Jens Geveke

@Bothe

ich schiebe die Klimaerwärmung nicht der Landwirtschaft zu. Sie ist jedoch sicherlich durch die weltweite Rinderhaltung beteiligt (nicht da wo es um Graslandnutzung geht, sondern da wo es Feedlocks gibt). Der größte Teil des Klimawandels kommt aus der Nutzung fossiler Energien. Da gibt es nur sehr wenige seriöse Ausarbeitungen, die das Gegenteil behaupten wollen. Die Fakten sind da mehr als eindeutig. Ich übertreibe auch nicht mit dem Klimawandel, der stattfinden wird, wenn wir nichts ändern. Dann steuern wir auf 4°C Erderwärumg zu mit entsprechenden Folgen. Aber das wird hoffentlich so ausgehen wie mit dem Waldsterben. Man ergreift Maßnahmen (Schwefelfilter), das Waldsterben hört auf und die, die die Zusammenhänge damals schon nicht wahrhaben wollten, behaupten heute, das Waldsterben sei schliesslich auch "ausgeblieben". Aber es sind alle zufrieden.

von Christian Bothe

von der Leyen

@Geveke,da übertreiben Sie wohl wieder mal ein bisschen.Es gibt genug andere wissenschaftliche Meinungen zum Thema.Klimaerwärmung ja aber die Verursacher sind unklar und momentan ist es ja schick alles der LW zuzuschieben...Von der Leyen und ihr Klimabekenntnis ist schön aber ob sie dieses Amtes würdig ist, kann man bezweifeln bei dieser Bilanz als Verteidigungsministerin...

von Erwin Schmidbauer

Bei sich selber anfangen

Dann sollte von der Leyen mit dem Klimaschutz gleich bei sich selber, also der EU-Kommission und dem EU-Parlament anfangen: Statt Rumfliegerei nur noch Videokonferenzen, Reisebetrieb ihrer Lakaien einschränken, Flugverbot für Kommission und Parlamentarier innerhalb der EU, Klimaanlagen abstellen in den Büros. Es gäbe viel zu tun, fordern wir lieber von anderen!

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Ost - Europa

da hat unsere Uschi wohl die Rechnung ohne die Ost-Europäer gemacht!! - Sie werden sich in ihren Sesseln totlachen.

von Jens Geveke

@meier

das tatenlose Zusehen bei der rasanten Klimaveränderung mit dem Wissen um die Ursachen ist in vielen Fällen eine Folge der globalen "Verblödung". Wie oft werden immer wieder die selben "Argumente" vorgebracht: Deutschland hat nur 2% Anteil, CO2 hat nur 0,4% Anteil an der Atmosphäre --> das kann nicht die Ursache sein; die 29.000 Scientist for Future haben keine Ahnung... wenn man sich ein bisschen mehr Gedanken macht, dann erkennt man, wie Blöd die Menschen sind, sich die einzige winzige Biosphäre, in der wir Leben können, so zu verändern, so dass hier bald (2 Generationen nach uns) alles durcheinander ist.

von Gerd Uken

Das sie es kann hat sie ja letztes Jahr schon unter

Beweis gestellt- wieviel ha Moor hat ihre Truppe noch in Brand gesetzt im Emsland? Vorschlag: Reduzierung der Flugbewegungen das hilft. In unserer globalisierten Welt muss nicht alles mit Cargo von und nach China geflogen werden siehe Flightradar24! Die Flut der Kreuzfahrtschiffe könnte auch gebremst werden - sie kann ja die Gorch Fock umbauen lassen schwimmfähig ist sie ja schon( Vorsicht Ironie)

von Josef Meier

Zum Klima.

Ich halte die globale Erwärmung für viel weniger gefährlich als die globale Verblödung.

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen