Aus der Wirtschaft

Weiterbetrieb von Ü20-Anlagen

„Wir bieten eine Lösung für ältere Windparks“ Plus

Das Unternehmen Hanse Windkraft GmbH aus Hamburg kauft ältere Windräder auf. Geschäftsführer Christoph Dany erläutert im top agrar-Interview, welchen Vorteil das bringt.

Herr Dany, Sie haben ein neues Geschäftsmodell für ältere Windräder entwickelt. Wie sieht das aus?

Dany: Wir kaufen Windräder oder Windparks, die bald keine EEG-Förderung mehr erhalten. Daher müssen sich die bisherigen Betreiber nicht um eine eigene Stromvermarktung sowie den mit vielen Unsicherheiten behafteten Rückbau kümmern. Nach Ablauf der EEG-Förderung vermarkten wir unser Portfolio an Windenergie entweder direkt über die Strombörse, oder schließen feste Lieferverträge mit Großabnehmern („PPA“) ab. Das ist uns im Gegensatz zum bisherigen Betreiber oft besser möglich, weil wir von unserem großen Portfolio und der eigenen technischen Expertise profitieren. Das Ziel ist es stets, die Anlagen solange wie möglich weiterzutreiben. Erst, wenn ein technischer Weiterbetrieb nicht mehr möglich ist, bauen wir die Anlagen ab.

Für welche Windräder kommt es infrage? Ist das abhängig von Standort, Technik oder Alter?

Dany: Unsere Lösung ist für alle Windräder relevant. Bei Auslaufen der EEG-Förderung nach 20 Jahren verringern sich die Erlöse dramatisch, während die laufenden Kosten aufgrund zunehmender Verschleißerscheinungen eher sogar noch zunehmen. Hinzu kommt eine deutlich steigende Komplexität, weil produzierter Strom nicht mehr automatisch vergütet...

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