Energiewende

Wissenschaftler warnt: In Deutschland fehlt sichere Kraftwerksleistung Premium

In einem Zeitungsinterview kritisiert Prof. Dr.-Ing. Harald Schwarz, Lehrstuhlinhaber Energieverteilung und Hochspannungstechnik an der BTU Cottbus-Senftenberg, die bisherige Energiewende im Stromsektor.

In Deutschland gibt es aktuell rund 120 Gigawatt Solar- und Windenergieleistung. „Die Leistung, die wir in Deutschland in den letzten 15 Jahren aufgebaut haben, trägt aber überhaupt nicht zur gesicherten Leistung bei“, warnt Prof. Dr.-Ing. Harald Schwarz, der an der BTU Cottbus-Senftenberg Energieverteilung und Hochspannungstechnik lehrt, in einem Interview mit dem Lausitzmagazin. Daher kann er nicht verstehen, warum viele die Erfolge bei den erneuerbaren Energien feiern. „Die Medien suggerieren, dass mit einer Quote von 40 % erneuerbarem Strom auch 40 % Deutschlands mit regenerativem Strom gesichert versorgt werden. Dem ist aber nicht so“, sagt er.

Gesicherte Kraftwerksleistung fehlt

Die so genannte gesicherte Kraftwerksleistung ...

Weiterlesen mit PREMIUM
Jetzt 30 Tage gratis testen
Mehr erfahren

Die Redaktion empfiehlt

Die Energiewirtschaft kann wieder zur Wachstumsbranche werden, sagte BDEW-Präsidentin Dr. Marie-Luise Wolff zum Auftakt der Messe „E-World 2019“ in Essen.


Premium

Die Kohlekommission hat sich am Samstag auf ein Ausstiegsdatum bei der Stromerzeugung aus Kohle geeignet. Die Bilanz der Erneuerbaren-Branche fällt gemischt aus.

PV-Anlagenbesitzer wünschen Infos vom Netzbetreiber und Energieversorger

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

Schreiben Sie Hinrich Neumann eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Martin Hofmann

alt bekannt

Diese Erkenntnis ist wirklich nichts Neues. Jedoch haben die gleichen Leute vor 20 Jahren schon gesagt, dass eine Quote von über 10 % an erneuerbarem Strom nicht möglich wäre. Es bedarf großer Anstrengungen und ein gesellschaftliches Umdenken, um die Energiewende zu bewältigen. Warum muss in der Nacht so viel Strom zur Verfügung stehen? Weil wir erzogen wurden, dass überschüssiger Nachtstrom verbraucht werden muss. Wie können AKWs eine Versorgungssicherheit gewährleisten, wenn sie Ihre verbrannten Brennelemente nicht mehr abtransportieren können oder wenn kein Flusswasser zur Kühlung vorhanden ist. Das gleiche gilt für Kohlekraftwerke, die zusätzlich noch jede Menge CO2 ausstoßen. Die Versorgungssicherheit wird wie bisher durch Speichermöglichkeiten, Überkapazitäten und Netzverbund gesichert. Durch die deutsche Energiewende wurden in China die Hälfte der neuen Kraftwerke als Wind oder Photovoltaikanlagen gebaut. Durch den Preisverfall wurden selbst in Saudi-Arabien erneuerbare Energien teilweise günstiger als herkömmliche Anlagen. Es ist jedoch notwendig mit Vernunft und dem richtigen Maß zu agieren und weder das eine noch das andere Extrem anzusteuern. Alle Schmarotzer die an der Energiewende abkassieren wollen, müssen daran gehindert werden, wie z. B. Naturschutzverbände, Atomindustrie, Finanzamt etc. Es hilft auch nichts, wenn die Schüler auf die Straße gehen, statt schreiben und vor allem rechnen zu lernen. Wir brauchen neue Ideen, die umgesetzt werden, statt immer nur Nein-Sager, die alles verhindern wollen, aber keine Lösung anbieten.

von Martin Hofmann

alt bekannt

Diese Erkenntnis ist wirklich nichts Neues. Jedoch haben die gleichen Leute vor 20 Jahren schon gesagt, dass eine Quote von über 10 % an erneuerbarem Strom nicht möglich wäre. Es bedarf großer Anstrengungen und ein gesellschaftliches Umdenken, um die Energiewende zu bewältigen. Warum muss in der Nacht so viel Strom zur Verfügung stehen? Weil wir erzogen wurden, dass überschüssiger Nachtstrom verbraucht werden muss. Wie können AKWs eine Versorgungssicherheit gewährleisten, wenn sie Ihre verbrannten Brennelemente nicht mehr abtransportieren können oder wenn kein Flusswasser zur Kühlung vorhanden ist. Das gleiche gilt für Kohlekraftwerke, die zusätzlich noch jede Menge CO2 ausstoßen. Die Versorgungssicherheit wird wie bisher durch Speichermöglichkeiten, Überkapazitäten und Netzverbund gesichert. Durch die deutsche Energiewende wurden in China die Hälfte der neuen Kraftwerke als Wind oder Photovoltaikanlagen gebaut. Durch den Preisverfall wurden selbst in Saudi-Arabien erneuerbare Energien teilweise günstiger als herkömmliche Anlagen. Es ist jedoch notwendig mit Vernunft und dem richtigen Maß zu agieren und weder das eine noch das andere Extrem anzusteuern. Alle Schmarotzer die an der Energiewende abkassieren wollen, müssen daran gehindert werden, wie z. B. Naturschutzverbände, Atomindustrie, Finanzamt etc. Es hilft auch nichts, wenn die Schüler auf die Straße gehen, statt schreiben und vor allem rechnen zu lernen. Wir brauchen neue Ideen, die umgesetzt werden, statt immer nur Nein-Sager, die alles verhindern wollen, aber keine Lösung anbieten.

von Andreas Gerner

Neue Pumpspeicherkraftwerke müssen gebaut werden!

Die vorhandenen Pumpspeicherkraftwerke wurden größtenteils schon vor Jahrzehnten errichtet und rechneten sich damals allein durch den unterschiedlichen Verbrauch zwischen Tag- und Nachtphase und dem damit verbundenen Preisunterschied aus Tag- und Nachtstrom. Im Gegensatz zu "PtG" oder Batteriespeichern sind Pumpspeicher seit Jahrzehnten bewährt und haben hohe Gesamtwirkungsgrade. Heute wären diese Speicher nötiger denn je, aber scheitern an ein paar radikalen "Naturschützern" vor Ort, die den überschaubaren Eingriff nicht mit dem Nutzen abwägen wollen. Bekämen die Pumpspeicher bei der Genehmigung ähnliche Vorrechte wie der Bau von Stromtrassen, wäre längst Bewegung in der Sache.

von Jens Geveke

Die Aufforderung gilt mehr der Politik...

...denn es wird hier im Forum ja wohl nicht im ernst angenommen, das die EE-Branche das Problem der Grundlast nicht kennen würde. Überall wird schon getrommelt, damit die Sektorenkopplung, die hier auch als Lösung vorgeschlagen wird, vorangebracht wird. Die Lösungen dafür scheitern momentan zuerst daran, dass das Stromsteuersystem und die EEG-umlage keine Sektorenkopplung vorsieht und dadurch irre Abgaben entstehen, die alles sofort ausbremsen. Reformiert das System und lasst die Branche sich beweisen. Momentan wurd sie ausgebremst.

von Werner Kriegl

Wenn Ideologie...

... Kompetenz ersetzt, dann wird es meistens dunkel! Sprichwörtlich! Aber Klima-Gretel wird es uns schon sagen, wie wir es schaffen...

von Christian Bothe

Windmühlen vor Rügen...

Das hatte ich dem Leser Gevelke an anderer Stelle geantwortet... Sie wissen schon,das Frankreich Zweidrittel des Stromes mit AKWs produziert, diese exportiert und wir sind mittendrin. Andere Nationen machen das ebenfalls und haben eine garantierte Versorgungssicherheit(sh.Juni 2018) und bezahlbaren Strom.Ein Mix ist das richtige Mittel für die Zukunft unter Ausnutzung aller Energieressourcen und nicht diese nur Windmühlen als Alibifunktion für Energiewende und Kniefall vor den Grünen, obwohl keiner weiß wie man ~1200 to Windflügel ab 2020/Jahr entsorgt...

von A.-Wolfram Schwarz

Das Projekt "Energiewende" ist...

...bezeichnend für die Qualität der aktuellen Bundesregierung. Da gehörte ja zumindest die halbe Manschaft abgelöst, angesichts der vielen Baustellen. Während man die ganze Welt retten will und ihr permanent Ratschläge erteilt, versinkt das eigene Land langsam im Chaos.

von Michael Hofbauer

Förderungen verlängern

Einspeisevergütung für PV läuft 20 Jahre und dann? Die ersten Anlagen gehen bald vom Netz. Hier muss eine Lösung her. Neue Anlagen wieder besser fördern damit wieder mehr Anlagen ans Netz gehen.

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen