Jagdgenossenschaften: Steuern im Blick behalten

Jagdgenossenschaften müssen künftig Umsatzsteuer zahlen. Wir erklären Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Seit Anfang 2017 gelten Jagdgenossenschaften als Unternehmer und sind damit umsatzsteuerpflichtig. Es gibt zwar eine Übergangsfrist, die allerdings Ende 2022 ausläuft. Dann müssen alle Jagdgenossenschaften Umsatzsteuer zahlen – es sei denn, diese beantragen die Kleinunternehmerregelung. Was Sie dazu jetzt schon wissen sollten, haben wir für Sie zusammengestellt.

Ausnahmen nutzen

Weil die meisten Genossenschaften nur geringe Pachteinnahmen erzielen, ist für diese die Kleinunternehmerregelung interessant. Denn Kleinunternehmer sind von der Umsatzsteuerpflicht befreit. Sie dürfen sich im Gegenzug dann allerdings auch keine Vorsteuern erstatten lassen, zum Beispiel für den Bau von Hochsitzen.

Für die Kleinunternehmerregelung gelten außerdem strenge Grenzen: Die Bruttoumsätze aus der Jagdpacht und anderen Einkünften der Genossenschaft dürfen 22000 € im Vorjahr und im laufenden Kalenderjahr 50000 € nicht überschreiten. Wer mehr kassiert, muss Umsatzsteuer zahlen.

Die Kleinunternehmerregelung können Sie bei Ihrem Finanzamt beantragen. Wenn Sie die Bestätigung von der Behörde erhalten haben, müssen Sie keine Umsatzsteuer in den Verträgen bzw. Rechnungen mehr ausweisen. Stattdessen nehmen Sie folgenden Hinweis auf: „Als Kleinunternehmer im Sinne von § 19 Abs. 1 Umsatzsteuergesetz (UStG) wird keine Umsatzsteuer berechnet.”

Wenn Sie in Ihren Verträgen...