Hofübergabe ist… Premium

…NEUORDNUNG

Wer bekommt wie viel? Bei der Übergabe geht es um Gerechtigkeit, nicht um Gleichheit. Gleichheit ist eine mathematische Fragestellung, zum Beispiel: ein Hof, drei identische Teile. Gerechtigkeit ist aber ein Beziehungsgeschehen. Also: Was braucht der Hof und Hofübernehmer zum Fortbestand, wie viel bekommen die zwei weichenden Erben? Wenn die Beziehungen nach der Übergabe noch produktiv und belastungsfähig sind, war es ein guter Weg.

…ANSTOSS DER SENIOREN

Jung oder Alt – wer hat die Aufgabe, den Prozess der Hofübergabe in Gang zu setzen? Die Senioren! Sie dürfen (und müssen) den ersten Schritt machen und den Prozess gestalten, es ist ihre Verantwortung.

Idealerweise richten sie sich dabei nach den Wechseljahren, also ihrer ganz persönlichen und biologischen Phase der Veränderung. Die Wechseljahre sind ein organischer Zeitpunkt, um zu starten. Denn: Wer rechtzeitig beginnt, hat Zeit für Gespräche, Abstimmungsprozesse und kann ggf. nach Alternativen suchen. Wer zu lange wartet, verspielt diese Chancen. Ein Zeitrahmen von fünf, besser aber zehn Jahren, ist für eine erfolgreiche Übergabe wünschenswert.

Wichtig: Eltern sollten sich, z.B. beim Gang zum Steuerberater oder Notar, der jungen Generation unbedingt mitteilen, ansonsten entsteht „Herrschaftswissen“. Alle wesentlichen Schritte sollten aber für alle Beteiligten durchschaubar und transparent sein.

…KLÄRUNG

Nur wer sich darüber „im Klaren“ ist, was er will, kann klären. Dabei sind – je nach Person – Unterschiede normal und es gilt, die verschiedenen Sichtweisen (z.B. auf die Hofstruktur, das Zusammenleben oder Vermögen) zu respektieren.

Naturgemäß sieht der weichende Erbe die Situation anders als der Altenteiler oder Hofübernehmer (und Unternehmer). Entscheidend ist, dass die gesamte Familie miteinander redet. Alle, die beteiligt sind, sollten möglichst früh ihre Erwartungen ...

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Artikel geschrieben von

Reingard Bröcker

Redakteurin Landleben

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