Klar, nordisch, hochprozentig

Linda Seidel-Lass lässt einen kleinen Teil des eigenen Getreides brennen. Die edlen Kornbrände vermarktet sie im Stil ihrer norddeutschen Heimat.

Den Wert einer guten Spirituose habe sie schon immer zu schätzen gewusst, sagt Landwirtin Linda Seidel-Lass. Als sie vor einigen Jahren auf der Suche nach einem Standbein für die Direktvermarktung war, lag es für die 40-Jährige daher nahe, einen Teil des eigenen Getreides zu Korn brennen zu lassen.

Gemeinsam mit ihrem Mann Deert und ihren vier Kindern lebt sie im Trebeltal, einem Schutzgebiet an der Grenze zwischen Mecklenburg und Vorpommern. Die Familie bewirtschaftet hier eigene Flächen und verwaltet zudem in der Region einen Ackerbaubetrieb mit Kartoffelbau. Hier wachsen auch die Rohstoffe Weizen, Dinkel und Hafer für die Kornbrände ihrer Marke „Craftkorn“.

„Es muss doch nicht immer nur Gin sein“, dachte sich die junge Frau, die Craftkorn seit 2014 im Team mit ihrer jüngeren Schwester Sophie betreibt.

Probehalber ließ Linda Seidel-Lass einen kleinen Teil der Weizenernte brennen. Wie vollmundig der Brand dann schmeckte,...