Interview

So können sich Landwirte vor Stress schützen

Damit Stress und Belastungen bei Landwirten nicht an die Substanz gehen, empfehlen Experten die Resilienz zu stärken. Doch was bedeutet das? top agrar hat nachgefragt.

Wie kann man mit dem Stress und anderen negativen äußeren Einflüssen umgehen, ohne den Kopf zu verlieren? Diese Frage umtreibt viele Landwirte. Das Schlaglicht fällt dabei immer wieder auf das Thema Resilienz. Doch was ist Resilienz eigentlich? Wir haben mit Mediatorin Dr. Silvia Riehl gesprochen.

Frau Dr. Riehl, was ist ­Resilienz?

Dr. Riehl: Damit ist die ­psychische Widerstandskraft gemeint. Resiliente Menschen haben Vertrauen in sich selbst. Stress geht ihnen weniger an die Substanz. Das unterscheidet sie von Menschen, die gelernt haben, Stress zu managen, also mit der Belastung gut umzugehen. Ich vergleiche das gerne mit einer Tanne und einer ­Eiche, die beide mit Schnee beladen sind. Die Eiche kann viel tragen. Unter der Last brechen aber irgendwann ihre Zweige ab. An der Tanne gleitet der Schnee ­dagegen herunter.

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