Agrarministerkonferenz in Landau

Agrarminister gegen 20 % Düngeabschlag Premium

Die Agrarminister der Länder haben sich heute einstimmig gegen einen pauschalen Düngeabschlag von 20 % in den roten Gebieten ausgesprochen. In Sachen GAP konnten sie sich für eine Umschichtungsquote von 4,5 % von der ersten auf die zweite Säule einigen. Geplant ist außerdem eine zentrale Datenbank für die Überwachung von Tiertransporten.

Die Agrarministerkonferenz in Landau hat sich heute einstimmig gegen den im Rahmen einer erneuten Verschärfung der Düngeverordnung diskutierten Düngeabschlag von 20 % Stickstoff in den roten Gebieten ausgesprochen. In Sachen GAP haben sich die Länderminister für eine Umschichtungsquote von 4,5 % von der ersten auf die zweite Säule geeinigt. Die Einhaltung der EU-Tiertransportverordnung soll künftig mithilfe einer zentralen Datenbank leichter kontrollierbar werden. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der dreitägigen Agrarministerkonferenz in Landau (Pfalz).

Das dominierende Thema der insgesamt 47 Tagesordnungspunkte war die Düngeverordnung und ihre erneut notwendige Verschärfung, die von Brüssel gefordert wird. "Wir haben einen grundlegenden Beschluss gefasst, dass wir einen pauschalen Abschlag von 20 % Stickstoff in den roten Gebieten ablehnen und für eine differenzierte Vorgehensweise plädieren", sagte Dr. Volker Wissing, Agrarminister von Rheinland-Pfalz bei der Vorstellung der Ergebnisse vor der Presse.

Bundesministerin Julia Klöckner freute sich über diesen Beschluss und die Unterstützung der so genannten ...

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Düngeverordnung: "Man nähert sich an"

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Artikel geschrieben von

Silvia Lehnert

Redakteurin SÜDPLUS

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Diskussionen zum Artikel

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von Norbert Post

Düngeverordnung, Überwachung Tiertransporte

Dr. Pieper sagt, wir haben nicht 20% weniger Dünger gefordert. Der Vorschlag kam aus Deutschland. Wollen die uns alle veräppeln? Ich frage mich, wer trifft hier aus welchem Grund welche Entscheidungen? Geht es nur noch darum durch radikale Maßnahmen ohne Überlegung Profil zu gewinnen und viele "likes"? Politik muss an fachlichen Dingen orientieren und daran, was will und braucht Deutschland um unabhängig und nicht erpressbar zu sein. Nichts ist schlimmer als kein Essen zu haben, dass weiß jeder der mal richtig Hunger hatte. Man wird aggressiv. Aber wenn wir so weiter machen, dann können die Minister die Behörde zur Überwachung der Tiertransporte bald wieder abschaffen, weil es mangels zu transportierender Tiere bald keine Tiertransporte mehr geben wird.

von Rainer Hoffmann

Andere Auflagen !!!

Da werden zum Wohle der Ackerbauern halt die Rindviehhalter/Milchviehhalter mit DGL/Hanglagen geopfert bzw mit mehr Auflagen beglückt . Hauptsache der Export läuft mit Dumping Preisen ,Erzeuger Preise werden da wirklich über bewertet ,obwohl diese der Schlüssel für vieles sind .

von Heinrich Roettger

Verzicht auf 20 % Abschlag war überfällig !

Aber auch bei den immens wirkungsvollen Beizen ist die Bundeslandwirtschaftsministerin auf dem Holzweg.Von der Landwirtschaftsministerkonferenz wurde richtigerweise festgestellt, dass Beizvarianten einer flächenhaften Anwendung von Insektiziden von der Umweltverträglichkeit deutlich überlegen und zu bevorzugen sind. Die strikte Ablehnung der Beizung durch Frau Klöckner ist nicht hinnehmbar.Wo ist auch hier die Expertise und der Einsatz für die heimische Landwirtschaft. Liebe Berufskollegen helfen wir Ihr weiter aus dem grünen Irrweg heraus!

von Willy Toft

Bei unserem sicheren "Messstellen- Netz"ist das eine schallende Ohrfeige für......

jeden ordentlich wirtschaftenden Betrieb! Was kann ich dafür, das in 50 km Entfernung eine Messstelle zu hohe Werte hat? Die rigorose Gebietserweiterung um die belastete Messstelle, wirft so manche Frage auf, die das ganze Messsystem in Frage stellt!

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