Politik/EUROPA/ Spitzenkandidatur

Bayer Manfred Weber greift nach Kommissionspräsidenten-Job

Manfred Weber wird Spitzenkandidat der EVP. Greift ein Deutscher nach dem Top-Job in Brüssel im Jahre 2019? Nach Walter Hallstein als erster Kommissionspräsident in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) mit sechs Mitgliedstaaten, könnte nach 60 Jahren erneut ein Deutscher Chef der obersten Brüsseler Behörde in der EU von 27 Staaten werden

Die Europäische Volkspartei (EVP) geht mit ihrem Fraktionschef Manfred Weber als Spitzenkandidaten in die Europawahl im Mai 2019. Der Deutsche setzte sich mit fast achtzig Prozent der Stimmen gegen seinen finnischen Konkurrenten Alexander Stubb durch. (Bildquelle: EVP Presse)

Nach Walter Hallstein als erster Kommissionspräsident im Jahre 1958 in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) mit sechs Mitgliedstaaten, könnte nach 60 Jahren erneut ein Deutscher Chef der obersten Brüsseler Behörde in der EU von 27 Mitgliedstaaten werden.

Der niederbayerische CSU-Europaabgeordnete Manfred Weber und Fraktionsvorsitzende der größten im EU-Parlament vertretenen Fraktion der europäischen Volksparteien (EVP), wurde am Donnerstag in Helsinki beim EVP-Kongress mit einer satten Mehrheit von 79 Prozent der Delegiertenstimmen gegen seinen finnischen Konkurrenten zum Spitzenkandidaten der EVP in geheimer Abstimmung gewählt.

Der 46 jährige Diplomingenieur ist seit 2014 EVP-Fraktionsvorsitzender und will Nachfolger im kommenden Jahr des amtierenden EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker werden. Gelingt es dem CSU-Mann aus Wildenberg bei den im Mai 2019 stattfindenden Europawahlen eine Mehrheit für die konservative Parteienfamilie in Europa hinter sich zu bringen, hat er gute Aussichten, auch von den EU-Staats- und Regierungschefs mit dem Top-Job als EU-Kommissionspräsident in Brüssel betraut zu werden.

Artikel geschrieben von

Thomas A. Friedrich

Korrespondent Brüssel/Straßburg

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