Brexit count down in Brüssel Premium

Nach dem Parteitag der Tories in Großbritannien geht die britische Premierministerin Theresa May zumindest nicht als Verliererin hervor. In Brüssel macht sich verhaltener Optimismus breit, dass ein harter Brexit vermieden werden kann. Die EU-Kommission legt am Mittwoch ein Papier vor für den Fall des Scheiterns vor.

Ob die britische Premierministerin Theresa May kommende Woche das Ratsgebäude in Brüssel nach den Beratungen mit den 27 übrigen EU-Staats- und Regierungschefs gestärkt oder ohne greifbares Ergebnis verlässt, bewegt die Gemüter derzeit in London und Brüssel gleichermaßen. (Bildquelle: Council Pressebild)

Nach dem Parteitag der Tories in Großbritannien, aus dem die britische Premierministerin Theresa May zumindest nicht als Verliererin hervorgegangen ist, macht sich in Brüssel verhaltener Optimismus breit, dass ein harter Brexit vermieden werden kann. In der kommenden Woche wollen die 27 EU-Staats- und Regierungschefs darüber entscheiden, ob die bisherigen Verhandlungsergebnisse mit den abtrünnigen britischen Inseln ausreichend sind, um eine Austrittsvereinbarung unterschriftreif zu machen.   Für Europas Landwirte steht beim Thema Brexit viel auf dem Spiel: Deutschland, die Niederlande und Frankreich sind vom Brexit als Exporteure von Fleisch, Milchprodukten und verarbeiteten Lebensmitteln nach Großbritannien am stärksten betroffen. Die bilateralen Handelsbeziehungen dieser drei Länder machen zusammen 50 Prozent des gesamten Warenaustauschs mit der EU27 aus.   Für die deutschen Landwirte und Lebensmittelproduzenten geht es um einen Warenaustausch von 1,7 Mrd. Euro jährlich Auch wenn die deutschen Exporte nach UK im Jahr 2017 erstmals in den letzten zehn Jahren leicht rückläufig sind, betrugen die Ausfuhren von Erzeugnissen aus Landwirtschaft und Jagd im Jahre 2017 rund 350 Millionen Euro. Rechnet man die deutschen Ausfuhren nach UK im Bereich Nahrungs- und Futtermittel von 930 Millionen Euro Warenwert dazu, machte der deutsche Export von Agrar- und ...

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Artikel geschrieben von

Thomas A. Friedrich

Korrespondent Brüssel/Straßburg

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