EUROPA/Düngeverordnung

Brüssel erwartet von deutschen Bauern aktiven Gewässerschutz Plus

Kommt es diesen Freitag zur Einigung über die Düngeverordnung? Beim Treffen der beiden Staatssekretäre aus dem Bundesumweltministerium und dem Landwirtschaftsministerium mit der EU-Kommission in Brüssel sind vor allem Kompromisse gefragt. Lösungen, mit denen die Landwirte leben können und der Grundwasserschutz in den roten Gebieten verbessert wird.

Nicht Demonstrationen und das Verlangen nach weiterem Aufschub, sondern konkretes Handeln für Umwelt- und Gewässerschutz erwartet die EU-Kommission von Deutschland und den Landwirten.

Die Einhaltung der EU-Nitrat-Richtlinie gilt für alle EU-Staaten und somit auch für Deutschland. Die Versäumnisse der deutschen Politik und Bauern in den belasteten roten Regionen könne nicht auf Brüssel abgewälzt werden, sondern bleibe nationalstaatliche Aufgabe, heißt es aus der EU-Kommission.

Dies habe der Europäische Gerichtshof in seinem Urteil im Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland wegen Nichteinhaltung des europäischen Wasserrechts eindeutig festgestellt. So lauten die Grundsatzpositionen der EU-Kommission als Hüterin der Europäischen Verträge.

Beim Ringen um eine Nachbesserung der deutschen Dünge-Verordnung (DüVo) verlange die EU-Kommission von Deutschland nicht mehr, als von allen anderen EU-Mitgliedstaaten auch.

Fächengebundene Tierhaltung gilt als eine Option die Situation zu entschärfen

Beim anstehenden Treffen am kommenden Freitagnachmittag zwischen den beiden Staatssekretären des...

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Diskussionen zum Artikel

von Klaus Fiederling

Wir haben die Erde von unseren Eltern nicht geerbt, sondern von unseren Kindern nur geliehen (indianische Weisheit)

Nach dieser Maxime lebe heute ich und ehemals schon meine Familie bereits seit Generationen. Nur zur Klarstellung: Ich bin aktiver Landwirt und lebe ausschließlich von meiner Hände Arbeit. Jeder Landwirt, der heute aus welchen Beweggründen auch immer aus der Produktion aussteigt, hält ... mehr anzeigen

von Markus Groenen

Messstellen

Nur mal so nebenbei: bei uns im Landkreis (Rhön-Grabfeld) gibt es eine Messstellen, welche in einer Kleingartensiedlung direkt neben dem örtlichen Grüngutsammelplatz liegt. Nun siehe da, hier ist der Nitratwert jenseits von Gut und Böse. Die Konsequenz: das ganze Gebiet dieser ... mehr anzeigen

von Willy Toft

@Klaus Fiederling; kaufen Sie sich einen Hof, und leben Sie es uns das vor!

Das Schlimme ist nur, es wird Ihnen nicht vergütet, was Sie uns an guten Vorschlägen unterbreiten. Unsere landw. Produkte, ob Bio oder Konventionell, werden auch nur eben unter den Gestehungskosten vergütet. Sie müssen jetzt schon leicht Substanz abgeben, und in Katastrophenjahren wo ... mehr anzeigen

von Helmut Dresbach

Regionale Betrachtung

Wenn die Ministerien unter dem Druck der Erfüllung der Nitratrichtlinie neue Anforderungen stellen, kann - muss - das ja wohl nur die Roten Gebiete betreffen. Auf der Karte ist zu sehen, dass die grünen Gebiete in der Mehrzahl sind. Warum auch immer. Hat sich mal jemand lobend über ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Jetzt ist es vom Kommissar bestätigt:

Nicht Brüssel ist für die Auflagen der deutschen Düngeverordnung verantwortlich. Es sind die deutschen Ministerien BMEL und BMU. Wo man hinsieht: Alles lügt und geht hinter dem Anderen in Deckung.

von Klaus Fiederling

Mit Sachverstand Fehler machen nur wirkliche Profis

Welche Probleme hat das BMEL, die eingeforderten Abstände zu den Gewässern einzuhalten? Sofort problemlos unterordnen lassen sich einem solchen Ansinnen 60-70% unserer landwirtschaftlich genutzten Flächen, die mit den in Rede stehenden Randstreifen überhaupt keinen ökonomischen ... mehr anzeigen

von Frank Wolf

Kopfschütteln

Wie sollen Verbesserungen erkennbar sein, wenn mit 2018 das erste volle Düngejahr nach der neuen DüV erst gerade abgelaufen ist. Die Versäumnisse der Politik werden jetzt auf dem Rücken der Landwirte ausgetragen. Was bei einer Unterdüngung langfristig passiert, zeigt das Beispiel ... mehr anzeigen

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