Bundesregierung will Abschuss von Wölfen doch erleichtern Premium

Der Abschuss von Wölfen soll künftig einfacher möglich sein. Darauf hat sich die Bundesregierung nun doch geeinigt. Schon am Mittwoch soll das Streitthema im Bundeskabinett beschlossen werden und damit Zündstoff aus den Wahlkämpfen nehmen.

Die Bundesregierung kann sich darauf einigen, den fast bedingungslosen Schutz des Wolfes etwas aufzuweichen. Bundesumwelt- und Bundeslandwirtschaftsministerium haben sich auf einen gemeinsamen Entwurf zur Änderung des Naturschutzgesetzes weitgehend einigen können, bestätigen das Umwelt- und das Landwirtschaftsministerium gegenüber top agrar. Er soll vorraussichtlich noch am diesem Mittwoch im Kabinett beschlossen werden. Herbeigeführt hat den Kompromiss das Bundeskanzleramt.

Abschüsse „bis zum Ausbleiben von Schäden“ möglich

Künftig soll ein Abschuss von Wölfen auch möglich sein, wenn dieser Wolf nicht bereits als Täterwolf nachgewiesen worden ist. Dennoch bleibt der Zusammenhang mit einem Schadensfall von Wolfsrissen wohl bestehen. Der Abschuss einzelner Wölfe eines Rudels soll künftig auch dann erlaubt werden können, wenn unklar ist, welcher Wolf genau zugebissen hat - und zwar „bis zum Ausbleiben von Schäden“, zitiert die Deutsche Presseagentur (dpa) aus dem Entwurf der Bundesregierung. Eine Prävention ohne Schaden ist damit wohl weiterhin nicht erlaubt. Weiter sieht der Entwurf vor, das Füttern und Anlocken von Wölfen zu verbieten, damit sie sich nicht an Menschen gewöhnen. Mischlinge zwischen ...

Weiterlesen mit PREMIUM
Jetzt 30 Tage gratis testen
Mehr erfahren

Die Redaktion empfiehlt

Das Bundeskanzleramt hat noch keine Einigung über den Umgang mit dem Wolf herbeiführen können. Derweil machen die Landnutzer weiter Druck für ein „aktives Wolfsmanagement.

Über den rechtlichen Umgang mit dem Wolf kann in Deutschland weiter gestritten werden. Die Umweltminister von Bund und Ländern haben sich nicht zu einem Beschluss durchringen können. Zumindest für ...

Bundesregierung plant weitere Verschärfungen in der Düngeverordnung

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

Schreiben Sie Stefanie Awater-Esper eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Christian Bothe

Wölfe

Auch hier hat die FDP recht!Grauenvoll wie lange der Staat braucht(Grundgesetz?) ein Unheil abzuwenden...Auch wenn Niemann und Co. zur FDP und LW eine andere Meinung haben

von Stefan Lehr

Seifenoper

Da es sich um eine Berliner Seifenoper handelt wird dieses Schaumgebilde aller Voraussicht nach zu einer kleinen Pfuetze zusammenfallen. Mit "etwas aufweichen" usw. weis wieder niemand wer wofuer zustaendig ist und was wann und wie erlaubt sein wird. Wie immer viel Palaver, grosses Freudengejubel und kein greifbares Resultat - leider!

von Gerd Uken

Womit immer noch nicht geklärt ist

Wer denn die Entnahme veranlasst und wer es ausführt. Ich glaube auch noch nicht so lange es nicht umgesetzt wird.....

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen