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Corona-Folgen: DIW-Präsident Fratzscher erwartet harte Wirtschaftskrise

DIW-Präsident Fratzscher mahnte auf der DLG-Wintertagung, dass wir die wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie unterschätzen. Es drohe ein weltweiter Wirtschaftseinbruch!

Diese Meldung beinhaltet drei Zusammenfassungen:

  1. Vortrag Prof. Marcel Fratzscher
  2. Rede Hubertus Paetow
  3. Vortrag Prof. Dr. Jan-Henning Feil

Nach dem Wandel von der realen Marktwirtschaft zur Sozialen Marktwirtschaft stehen wir heute an der Schwelle zur ökologisch-sozialen Marktwirtschaft, wie DLG-Präsident Hubertus Paetow am Donnerstag bei der Eröffnung der virtuellen DLG-Wintertagung sagte. Damit verbunden ist ein notwendiger Umbau von Landwirtschaft und Nutztierhaltung, der bereits eingesetzt hat.

Diese Transformation fällt allerdings in eine schwierige Zeit, wie Prof. Marcel Fratzscher, Ph.D., Präsident des DIW (Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung) Berlin in seinem Vortrag schilderte. Er erwartet auch noch in den nächsten Jahren gravierende Nachwirkungen der Corona-Pandemie. „Wenn die Transformation der Marktwirtschaft gelingen soll, benötigen wir privat und öffentlich massive Investitionen, auch in Forschung und Entwicklung. Da haben wir zu wenig gemacht in Deutschland“, mahnt der Fachmann.

Seiner Überzeugung nach sind die Herausforderungen nur global zu lösen, wir dürften nicht nur in nationalen Grenzen denken.

Prof. Fratzscher meint auch, dass wir insgesamt zu optimistisch seien, was die Folgen der Pandemie angeht. „Jeder Tag mehr in der Coronawelle lässt den Abschwung der Wirtschaft länger anhalten. Das Risiko ist groß, dass die Wirtschaft weltweit dieses Jahr einbrechen kann. Manche Szenarien gehen von bis zu 4 % aus“, warnte der Redner. Immerhin zeigten sich lokale Lieferketten erstaunlich resilient und robust, das sei eine Stärke und auch ein Erfolg der Agrarbranche. Das Problem liege vielmehr auf der Nachfrageseite, die Unternehmen würden sich überschulden und könnten nicht mehr investieren.

Die EU-Kommission sieht das übrigens völlig anders. Dank der Corona-Impfungen geht sie davon aus, dass die Wirtschaft ab April wieder wächst. Mehr hier beim Spiegel

Im Coronajahr 2020 sei der Welthandel aber noch relativ gut gelaufen, im zweiten Quartal habe der Einbruch 20 % betragen, vor allem Asien sei als Wachstumsmotor gut aus dem Jahr gekommen.

Aktuell bemerkt Fratzscher, dass Umwelt- und Klimaschutzthemen zwar wichtig bleiben, aber etwas in den Hintergrund rücken, je größer die Existenzängste werden.

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Paetow: "Druck von allen Seiten"

DLG-Präsident Hubertus Paetow stellte zuvor in seiner Begrüßung fest, dass die Corona-Pandemie viele Entwicklungen beschleunigt. Nun sei die gesellschaftliche Kritik am Agrarsystem – nach einer kurzen Pause - in unverminderter Intensität zurückgekehrt. Daher laute das Thema der DLG-Eröffnung „Druck von allen Seiten“.

Die Landwirten müssten diesem hohen Druck standhalten und in einen positiven Impuls verwandeln, forderte Paetow und sprach die Transformation im Sinne von Umbau und...

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