Udo Hemmerling

DBV fordert Bonus für Erfüllung höherer Produktanforderungen

Udo Hemmerling fordert Branchenlösungen mit und von der Landwirtschaft sowie eine finanzielle Vergütung höherer Anforderungen an die Produktion.

Die Honorierung höherer Anforderungen an die Produktion mit einem Bonus für die Landwirte hat der stellvertretende Generalsekretär des Deutschen Bauernverbands (DBV), Udo Hemmerling, gefordert. Zudem müsse vermieden werden, dass sich die Handelsketten jeweils unterschiedliche Kriterien ausdächten und auf die Landwirte abwälzten, betonte Hemmerling jetzt in einem Interview mit der Landwirtschaftlichen Zeitung (LZ) Rheinland.

Dazu sollten verstärkt Branchenlösungen mit und von der Landwirtschaft entwickelt werden. Daneben hob der Verbandsvertreter die Klimaschutzleistungen der deutschen Landwirtschaft hervor. Diese habe ihre Treibhausgasemissionen seit 1990 um 20 % reduziert - bei gleichzeitig deutlich höheren Erträgen.

Auch Bioenergie leiste einen Klimaschutzbeitrag: Durch Biogas würden jährlich fast 15 Mio t an CO2 im Strom- und Wärmebereich eingespart und durch Biokraftstoffe im Verkehr nochmal 9,5 Mio t. Einen CO2-Fußabdruck von Lebensmitteln wertete Hemmerling kritisch. Dieser könne leicht in die Irre führen, denn zum Beispiel mache die Grünlandnutzung über Rinderhaltung Sinn für den Klimaschutz, auch wenn der CO2-Fußabdruck bei Milch oder Rindfleisch etwas höher sei. „Entscheidend ist letztlich das Wirtschaften in Kreisläufen“, betonte Hemmerling.

Für die Zukunft habe sich die Landwirtschaft viel vorgenommen. „Als DBV wollen wir bis 2030 die Treibhausgase der Landwirtschaft um 30 % gegenüber 1990 reduzieren. Das ist ambitioniert, aber machbar, wenn die Landwirte in klimaschonende Technik investieren können“, so der stellvertretende Generalsekretär. Im Klimapaket der Regierung seien bis 2023 etwa 1,3 Mrd Euro für neue Klimamaßnahmen vorgesehen, je etwa zur Hälfte für die Land- und die Forstwirtschaft. Das sei „ein guter Anfang und zugleich ein angemessener Ausgleich, weil Diesel und Brennstoffe über den nationalen Emissionshandel auch für die Bauern teurer werden“.

Nächster Schritt müsse die Vergütung der Kohlenstoffbindung durch Photosynthese sein. Zudem werde ein Korrekturmechanismus benötigt, der die Treibhausgasminderung aus der Bioenergie in anderen Bereichen anteilig in der Landwirtschaft anrechenbar mache.


Diskussionen zum Artikel

von Gregor Grosse-Kock

Tausend

Brechreize erfüllen mich bei diesem Gestammel. Wer soll das Dokumentieren?! Wir machen nur Pflanzen, Fleisch und Milch und ein bißchen Gas und keine Atomkraft - Hämmerling soll mal runterkommen -darüber lacht Brasilien und die USA. Was haben wir vor? Das können nur Konzerne und ... mehr anzeigen

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