Greenpeace-Gründer kritisiert Gentechnikgegner

Der Greenpeacemitbegründer Dr. Patrick Moore hat seine Kritik an der negativen Haltung der Umweltorganisation zur Gentechnik bekräftigt und den Gentechnikgegnern eine Mitschuld an dem Tot von Millionen Kindern durch Vitamin-A-Mangel vorgeworfen.

Der Greenpeacemitbegründer Dr. Patrick Moore hat seine Kritik an der negativen Haltung der Umweltorganisation zur Gentechnik bekräftigt und den Gentechnikgegnern eine Mitschuld an dem Tot von Millionen Kindern durch Vitamin-A-Mangel vorgeworfen.

Im Zuge einer Europareise bemängelte der Kanadier am vergangenen Mittwoch in Berlin, die heutigen Greenpeace-Aktivisten setzten nur auf Konfrontation, stellten unerfüllbare Forderungen und seien nicht an Lösungen interessiert. Wissenschaftliche Fakten würden ignoriert und stattdessen diffuse Ängste in der Bevölkerung geschürt.

Im Anbau des sogenannten Goldenen Reises, einer gentechnisch veränderten Reissorte, die Betacarotin enthält, sieht Moore die Chance, die weit verbreiteten Vitamin-A-Mangelerscheinungen in afrikanischen und asiatischen Ländern zu bekämpfen und „Millionen Leben zu retten“. Dass Organisationen wie Greenpeace sich mit teils fragwürdigen Mitteln gegen die Zulassung einsetzten, findet der Kanadier „empörend“. Wenigstens aus humanitären Gründen sollten sie ihre Meinung überdenken.

Moore selbst war bis 1986 Präsident von Greenpeace Kanada und Direktor bei Greenpeace International. Sein Protest richtete sich damals vor allem gegen Atomtests, Walfang und die Robbenjagd. Seinen Ausstieg begründete er unter anderem mit zunehmenden radikalen Tendenzen in der Organisation und dem niedrigerem Stellenwert von wissenschaftlichen Argumenten. Er versteht sich weiterhin als Ökologe und Umweltschützer, der jedoch Atomenergie, Erdölförderung und Gentechnik nicht grundsätzlich und absolut ablehnt.

Lesen Sie dazu auch:
Warum hinterfragen die Medien nie die NGOs? (8.1.2014)


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