Verbrauchervertretung

Grünen Politikerin Pop wird Chefin bei den Verbraucherzentralen

Die ehemalige Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) wird Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Sie folgt auf Klaus Müller, der zur Bundesnetzagentur gewechselt war.

Zum 1. Juli 2022 übernimmt Ramona Pop die Leitung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) als Vorständin. Das teilt der vzbv zu Wochenbeginn mit. Pop folgt auf Jutta Gurkmann, die den Posten vorübergehend übernommen hatte, nachdem der langjährige vzbv-Vorstand Klaus Müller im März 2022 als Präsident zur Bundesnetzagentur gewechselt ist.

„Ich freue mich sehr darauf, die Interessen und Rechte der Verbraucherinnen und Verbraucher vertreten zu dürfen. Gerade in Krisenzeiten ist ein starker Verbraucherschutz von hoher Bedeutung und gibt den Menschen Sicherheit“, sagte Pop zu ihrer Nominierung.

Pop ist Mitglied von für Bündnis 90/Die Grünen und war zuletzt bis Ende 2021 Bürgermeisterin von Berlin sowie Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe im Kabinett von Michael Müller (SPD). Die studierte Politologin war zudem mehr als zwanzig Jahre lang für Bündnis 90/Die Grünen Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, davon sieben Jahre als Fraktionsvorsitzende.

Özdemir begrüßt Pops Nominierung

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir begrüßte die Berufung von Pop zur Vorständin der Verbraucherzentrale und hob ihre langjährige Erfahrung als Führungskraft heraus. „Die deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher bekommen mit Ramona Pop eine starke Stimme und Fürsprecherin“, sagte Özdemir über seine Parteifreundin.

Auch Pops Vorgänger Müller hat eine grüne Parteikarriere. Er war von 2000 bis 2005 Umwelt- und Landwirtschaftsminister des Landes Schleswig-Holstein im Kabinett von Heide Simonis (SPD). Müller hatte sich als oberster Chef der Verbraucherzentralen auch immer zur Lebensmittelversorgung und zu Agrar- und Ernährungsthemen geäußert.

vzbv für Fleischkennzeichnung

Besonders voran getrieben hatte der vzbv zu Müllers Zeiten die Diskussion über die Kennzeichnung von Fleisch und die Etablierung von einem Tierwohllabel. Die Empfehlungen der Borchert-Kommission zum Umbau der Tierhaltung hatte der vzbv allerdings am Ende nicht mitgetragen, weil er die Empfehlung der Kommission für eine Fleischabgabe oder Steuererhöhung nicht unterstützte.

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