Habeck plant offenbar Steuer auf Pflanzenschutzmittel

Schleswig-Holsteins Grüner Landwirtschaftsminister Dr. Robert Habeck, will eine bundesweite Steuer auf chemische Pflanzenschutzmittel einführen. Zur Vorbereitung hat er vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung ein Gutachten über eine solche Abgabe erstellen lassen.

Schleswig-Holsteins Grüner Landwirtschaftsminister Dr. Robert Habeck, will eine bundesweite Steuer auf chemische Pflanzenschutzmittel einführen. Zur Vorbereitung hat er vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung ein Gutachten über eine solche Abgabe erstellen lassen.

Die Ergebnisse werden am 5. Oktober in Berlin vorgestellt. Nach dem, was bislang durchgesickert ist, beinhalten sie Folgendes:


• Es soll eine Basis-Abgabe in Höhe von 20 €/ha für die maximal zulässige Aufwandmenge für jedes Pflanzenschutzmittel erhoben werden. Auf diese Basis-Abgabe soll je nach Risikopotenzial und Einsatzgebiet eines Mittels eine Zusatz-Abgabe aufgesattelt werden.

• Die Abgabe will Habeck bei inländischen Herstellern und Importeuren bzw. Groß- und Einzelhändlern erheben.
• Allein die Basis- Abgabe würde die Mittel um 40 % bis 50 % verteuern.

• Es wird erwartet, dass dadurch der Pflanzenschutzmitteleinsatz kurzfristig um 20 %, langfristig um 35 % sinkt.

• Dennoch soll die Abgabe Bund und Ländern 1 Mrd. € pro Jahr einbringen. Das entspricht 59 €/ha.

• Die Verteuerung sei für die Landwirtschaft tragbar. Hektarbezogen würde auf 20 bis 40 % der Gewinne zugegriffen, heißt es.