Haben Windkraft-Befürworter Rotmilane vergiftet?

In Daldorf (Kreis Segeberg) haben Vogelschützer vor einem Monat vier tote Rotmilane gefunden. Untersuchungen ergaben, dass sie mit Parathion vergiftet wurden. Anwohner vermuten, dass es einen Zusammenhang mit geplanten Windkraftanlagen in der Region gibt. Die Milane würden deren Bau verhindern.

In Daldorf (Kreis Segeberg) haben Vogelschützer vor einem Monat vier tote Rotmilane gefunden. Untersuchungen ergaben, dass sie mit Parathion vergiftet wurden. Ein überlebendes Jungtier im Nest wurde nun im Wildpark Eekholt aufgepäppelt.

Wie das Schleswig-Holstein Magazin des NDR berichtet, vermuten Anwohner, dass es einen Zusammenhang mit geplanten Windkraftanlagen in der Region gibt. Da der Rotmilan zu den Vögeln gehört, die durch Windräder besonders gefährdet sind, gibt es in Deutschland eine Empfehlung, einen Schutzradius von mindestens eineinhalb Kilometern um den Horst der Tiere einzuhalten.

Der Bundesverband Windenergie teilte laut NDR dazu mit, man verurteile jegliche Angriffe auf geschützte Tiere und Zerstörungen von Greifvogelnester. "Auch wenn ein Vogelhorst ungenutzt oder beschädigt ist, behält der Horststandort seine funktionale Bedeutung. Eine bewusste Vertreibung der geschützten Tiere oder eine mutwillige Zerstörung ihrer Nester führt nicht dazu, dass geplante Windparkprojekte genehmigt werden", sagte Jana Lüth vom Bundesverband Windenergie.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

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Diskussionen zum Artikel

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von Alfons Hümmer

an Christian Bothe

bitte verlagern Sie Ihren Betrieb mal gedanklich in die Nähe von Tschernobyl oder von Fukushima. Würden Sie dann immer noch lieber neben einem AKW als neben einer Windkraftanlage leben wollen? Wo Rotmilane leben, darf man aktuell leider keine WKA´s bauen. Aber ich bevorzuge WKA´s vor AKW´s. Rotmilane können ebenso wie andere Raubvögel im Umfeld von WKA´s leben, sie benötigen nur eine gewisse Eingewöhnungszeit. Leider wissen wir Menschen immer alles besser als die Natur.

von Harald Butenschön

Haben Windkraftgegner Rotmilane vergiftet?

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, daß seitens der Windkraftgegner keinerlei Hemmungen bestehen Zusammenhänge zu verdrehen und dadurch blanke Angst und Verunsicherung zu schüren. Könnte es da nicht auch vielleicht ein bisschen möglich sein, daß einige, an E605 (haben nur die Windkraftbauernbarone, weiß doch jeder) verendete Milane die Gefährlichkeit der Windkraftanlagen unterstreichen?

von Christian Bothe

Hoffentlich können sich die Vogelschützer durchsetzen und die landschaftsverschandelnden Windmühlen verhindern. Grauenvoll, wenn man durch unsere schöne Heimat fährt und sieht diese Windräder stehen und neuerdings noch in den Wäldern, zumal Forscher bereits jetzt eine Verringerung des Windertrages voraussagen! Da könnten sich die Grünen, BUND und wie sie alle heißen,mal positionieren. Es gibt genug alternative Energiegewinnungsmöglichkeiten wie Solarpaneele auf Dächern, Biogasanlagen, Wasserkraft und sicher auch die noch vorhandenen AKW und Kohlekraftwerke...

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