Haben Windkraft-Befürworter Rotmilane vergiftet?

In Daldorf (Kreis Segeberg) haben Vogelschützer vor einem Monat vier tote Rotmilane gefunden. Untersuchungen ergaben, dass sie mit Parathion vergiftet wurden. Anwohner vermuten, dass es einen Zusammenhang mit geplanten Windkraftanlagen in der Region gibt. Die Milane würden deren Bau verhindern.

In Daldorf (Kreis Segeberg) haben Vogelschützer vor einem Monat vier tote Rotmilane gefunden. Untersuchungen ergaben, dass sie mit Parathion vergiftet wurden. Ein überlebendes Jungtier im Nest wurde nun im Wildpark Eekholt aufgepäppelt.

Wie das Schleswig-Holstein Magazin des NDR berichtet, vermuten Anwohner, dass es einen Zusammenhang mit geplanten Windkraftanlagen in der Region gibt. Da der Rotmilan zu den Vögeln gehört, die durch Windräder besonders gefährdet sind, gibt es in Deutschland eine Empfehlung, einen Schutzradius von mindestens eineinhalb Kilometern um den Horst der Tiere einzuhalten.

Der Bundesverband Windenergie teilte laut NDR dazu mit, man verurteile jegliche Angriffe auf geschützte Tiere und Zerstörungen von Greifvogelnester. "Auch wenn ein Vogelhorst ungenutzt oder beschädigt ist, behält der Horststandort seine funktionale Bedeutung. Eine bewusste Vertreibung der geschützten Tiere oder eine mutwillige Zerstörung ihrer Nester führt nicht dazu, dass geplante Windparkprojekte genehmigt werden", sagte Jana Lüth vom Bundesverband Windenergie.

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