Agrarreform

Hogan kritisiert defensive Haltung der EU-Agrarminister beim Umweltschutz

Die EU-Länder unternehmen nach Ansicht von Agrarkommissar Hogan zu wenig beim Umweltschutz. Er stelle fest, dass die Umweltaspekte aus seinem Vorschlag zur Agrarreform langsam verschwinden...

Erneut hat EU-Agrarkommissar Phil Hogan die defensive Haltung der EU-Mitgliedstaaten beim Umweltschutz im Rahmen der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 kritisiert. Mit einigem Bedauern müsse er seit einer Weile beobachten, dass die EU-Landwirtschaftsminister versuchten, das umweltpolitische Ambitionsniveau der im vergangenen Jahr von ihm vorgelegten GAP-Reformvorschläge abzusenken, erklärte der Ire.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sicherte allerdings zu, dass für Deutschland ein höheres Umweltambitionsniveau von entscheidender Bedeutung sei. Sie nannte hier unter anderem verpflichtende Eco-Schemes auf Ebene der Mitgliedstaaten sowie einen Mindestanteil nichtproduktiver Flächen für alle Landwirte.

Laut dem aktuellen Zeitplan soll die neue EU-Kommission unter ihrer gewählten Präsidentin Dr. Ursula von der Leyen möglicherweise im Dezember ihr Amt antreten; Hogan wird dann als neuer Handelskommissar in der Brüsseler Behörde vertreten sein.

Der scheidende Brüsseler Agrarchef betonte, er sei immer der Ansicht gewesen, dass die Landwirte Teil der Lösung und nicht Teil des Problems seien und dies auch selbst so sehen würden. Um diesen Ansatz mit Leben zu erfüllen, dürfe es beim Klima- und Umweltschutz im Rahmen der GAP-Reform keine Rückschritte geben. Andernfalls nehme man den Landwirten unnötig die Chance, an den zukünftigen Herausforderungen beim Klima- und Umweltschutz mitzuwirken.


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