Kassel

IG BAU-Gewerkschaft fordert 11.000 neue Stellen für Forst-Umbau

Die Forstgewerkschaft fordert 11.000 Beschäftigte in den Waldbetrieben und Verwaltungen, das entspricht einem Beschäftigten pro 1.000 ha. Anders sei der Waldumbau nicht zu schaffen.

Die Wald-Klima-Schutz-Kampagne der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) wird fortgesetzt. Das haben die Delegierten des 23. Gewerkschaftstages am Donnerstagabend in Kassel beschlossen.

Harald Schaum, Vizebundesvorsitzender der IG BAU und für den Bereich Forst zuständig, mahnte in dem Zusammenhang, dass der Klimawandel in den vergangenen Jahren zu massiven und großflächigen Waldschäden geführt habe. "Denken wir nur aktuell an die lange Dürreperiode in diesem Sommer." Deshalb müsse der Wald umgehend so umgestaltet werden, dass er eine Widerstandskraft gegenüber den negativen klimatischen Einflüssen entwickelt.

Dafür sei es notwendig, fachlich qualifiziertes Personal über alle Berufsgruppen der Branche hinweg auszubilden und einzustellen. "Wir fordern einen Stellenaufbau von 11.000 Beschäftigten in den Waldbetrieben und Verwaltungen, das entspricht einem Beschäftigten pro 1.000 ha. Anders ist das nicht zu schaffen, sonst ist unser Wald nicht zu retten", so Schaum. Zudem müssten die Forstleute auch finanziell so ausgestattet werden, dass sie die Umgestaltungen auch realisieren können.

Ferner verabschiedeten die rund 350 Delegierten einen Antrag, in dem die heimischen Wälder künftig mehr dem Naturschutzgedanken untergeordnet werden sollen. "Wir wollen keine nur an Gewinn ausgerichtete forstliche Bewirtschaftung, wir brauchen eher eine Sicherung der der nationalen Biodiversität", heißt es darin.

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