Statistik

Kaufpreise für Ackerflächen überschreiten 100.000 Euro-Marke Premium

Besonders in NRW und Bayern sind die Flächenpreise 2018 massiv gestiegen. Wer in Ober- und Niederbayern einen Acker kaufen wollte, musste teils deutlich über 100.000 Euro berappen.

In Deutschland werden landwirtschaftliche Grundstücke insbesondere im Westen immer teurer. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden im vergangenen Kalenderjahr für einen Hektar Fläche in der landwirtschaftlichen Nutzung (FdlN) in den alten Bundesländern im Durchschnitt 37.846 Euro gezahlt; das entsprach gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 6,9 %.

In den neuen Ländern erhöhten sich die Kaufwerte für solche Grundstücke nur geringfügig, und zwar im Mittel um 0,6 % auf 15.720 Euro/ha. Für das Bundesgebiet insgesamt weisen die Statistiker für 2018 einen durchschnittlichen Kaufwert pro Hektar FdlN von 25.485 Euro aus; das waren 5,9 % mehr als im Jahr zuvor.

Die mit Abstand ...

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Diskussionen zum Artikel

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von Peter Held

Boden darf kein Spekulationsobjekt sein

Die Bodenkaufpreise wie auch die Pachtpreise sollten sich an realistischen Renditeerwartungen in der Landwirtschaft orientieren. Leider haben einige Bundesländer ein sehr löchriges Bodenverkehrsrecht, das es der Finanzindustrie ermöglicht hat in diesen Bereich einzudringen. Bauernland gehört auch nur in Bauernhand! Die Pachtpreise sind natürlich auch teilweise ein Problem in den Regionen, in denen die Biogasbetriebe stark sind oder die Schweinemast. Aber mit der sich abzeichnenden Rentabilitätsabsenkung wird sich das auch wieder korrigieren. Ein weiteres Problem ist die anhaltende Verknappung der landwirtschaftlichen Bodenfläche durch den Flächenfraß durch die Ausweitung von Verkehrs- und Siedlungsflächen - ca. 60 ha/Tag!

von Heinz Hahn

Dann sind wir einer Meinung. Wir dürfen uns nicht kaputt kaufen. Ich würde mir wünschen das würden unsere Berufskollegen auch so sehen

von Hermann Freese

Herr Grimm, bin da Ihrer Meinung. Die Antwort von uns Bauern muss daher sein: nicht kaufen, wenn nicht unbedingt nötig und bei den Pachten aufpassen. Wenn die Verzinsung beim Eigentümer (aus der Pacht) sehr gering ist, verlieren die Interesse am Investitionsgut Land..

von Hermann Freese

Herr Hahn,

ich überspitze bewusst. Natürlich gibt es viele Gründe. Die Inflation und das billige Geld verleiten doch einige zu Entscheidungen, die sich in der Zukunft rächen können. Nur die, die jetzt meinen voll aufzudrehen, sollen sich doch bitte nicht in 2 oder 3 Jahre hinstellen und jammern, dass bei den Preisen doch alles so unmöglich sei und man müsse gefördert werden.

von Wilhelm Grimm

In dem kleinen Land Deutschland

haben sich die Verkaufspreise für ldw. Flächen noch nie nur nach dem Ertragswert der Fläche gerichtet. Derzeit kommen noch, besonders bei ausserlandwirtschaftlichen Investoren, aber auch bei Reinvestitionen, Inflationsängste hinzu. Übrigens ist in Holland das Land noch teurer.

von Heinz Hahn

Herr Freese...

Bitte nicht verallgemeinern. In Realteilungsgebieten mit hohem Pachtanteil hat man keine Chance solche Preise zu zahlen. Wenn es dann noch eine Ackerbauern sind wird es auch schwierig. Momentan finanzieren die Banken so gut wie alles. Man bekommt ja teilweise schon Geld fürs Verschulden. Da geht dem einen oder anderen sicher die Vernunft durch. Das ist sicher nicht gerade ein Vorteil für die Landwirtschaft. Ich gebe ihnen Recht. Jammern dürfen diese Leute nicht die solche Preise bezahlen.

von Hermann Freese

Landwirtschaft muss sich ja enorm lohnen.. Fürs Land werden Höchstpreise ausgegeben und Fendt schreibt auch noch Rekordverkaufswerte.. aber Moment - gleichzeitig jammern viele über Milch und Getreidepreise? Wie passt das zumsammen? Außerlandwirtschaftlichen Käufer ausgeblendet muss die Antwort sein, dass wir unsere Inputpreise in Griff bekommen müssen statt zu Jammern!

von Philipp Schmid

Das Finanzamt freut sich.

Dies sind die Verkaufspreise Vor Steuern. Nach Steuern und Gebühren bleibt dann nicht mehr soviel übrig. Der Deutsche Staat ist halt ein großer Abzocker.

von Hans Nagl

Ein Zeichen.

Das das farbige Papier nichts mehr Wert ist.

von Steffen Hinrichs

Die Kaufpreise von ldw. Flächen steigen ja auch mit den Erzeugerpreisen !

IRONIE Off

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