Bauerntag

Klöckner: „Ich will Ihnen etwas zumuten“ Premium

Landwirtschaftsministerin Klöckner hat die Bauern aufgerufen, sich an die Spitze der Klimaschutzbewegung zu stellen. Sie sollten nicht die „Schlachten von gestern schlagen“.

Es war keine Wohlfühlrede, die Agrarministerin Julia Klöckner am Mittwochabend beim Empfang auf dem Bauerntag bei Leipzig hielt. Ohne zu verhehlen, dass sie sich weiter als eine von Ihnen fühlt, rief sie die versammelten Bäuerinnen und Bauern dazu auf, auf die Gesellschaft zuzugehen. „Wir sollten ein realistisches Bild auf die aktuelle Lage haben“, sagte Klöckner. Es sei wichtig, dass die Landwirte raus zu den Bürgerinnen und Bürgern gingen. „Dass die Gesellschaft sich so für die Landwirtschaft interessiert, ist eigentlich erfreulich. Ich wünsche mir, dass Sie selbst nach vorne gehen und nicht abwarten und reagieren. Reden Sie über das, was Sie tun“, sagte Klöckner.

Sie sehe es als ihre Aufgabe an, die Gesellschaft mit den Bauern zusammenzuhalten. Den Verbandsfunktionären rief sie zu: „Es ist auch nicht gut, wenn bei jeder politischen Veränderung der Untergang des Berufsstandes prognostiziert wird“. Andernfalls schwinde die Aufmerksamkeit für die Anliegen der Bauern.

Bester Kämpfer für den Klimaschutz

Deutlich wurde Klöckner beim Thema Klimaschutz. Dieser dürfe „nicht immer nur Sache der anderen Seite sein“, sagte sie. Und meinte damit wohl zuerst, dass ...

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Christian Hoffmann

Klimaschutz

Klimaschutz geht uns alle etwas an. Nätürlich müssen wir nachhaltiger Produziern. Aber das sollten wir alle tun, agel aus welcher Bronge. Da sollte sich jeder an die eigene Nase fassen, besoners die denen Urlaub inform von Kreutzfahrtschiffen und Flugreisen wichtiger ist wie die eigene Nahrung. Solange wir nicht aufhören nochmehr Güter quer durch die ganze Welt zu transportieren, werden wir uns im kreis drehen.

von Renke Renken

Politik

ist einfach nur noch verlogen

von Rudolf Rößle

Klimaschutz

ist eine Lachnummer, wenn Freihandelsabkommen abgeschlossen werden und der Handel von Waren angeheizt werden soll. Wir wäre es mit einem Handelsabkommen die fossilen Energieträger welt weit jedes Jahr um 3-5 % zu drosseln.

von Wilhelm Grimm

Ökolandwirte als meine Berufskollegen sollen ihr Ding machen,

aber sie belasten das Klima über Gebühr, was Frau Klöckner vor Anbiederung still verschweigt und mit erhöhter Förderung honoriert und die Konvis mit erhobenem Zeigefinger ermahnt, klimafreundlicher zu wirtschaften. Und nun folgt der Merkel- und Klöckner-Trick von Schulzes Gnaden: Glyphosat und sonstige klimafreundliche Ackerbaustrategien sollen verboten werden. Das ist nicht mehr lustig, das ist verlogen.

von Willy Toft

Wir sind schon lange auf dem Weg, CO² einzulagern über Pflanzen und Humos im Boden!

Pro Liter Milch halten wir immer weniger Kühe, und stoßen dadurch weniger Methan aus! Die Boden- schonende Bodenbearbeitung und die Bodennahe Gülleausbringung erspart noch mal ein Vielfaches, was jede Industrieproduktion noch nicht geschafft hat. Wir sind auf einem guten Weg Klima- neutral zu werden, da kann sich die Wirtschaft noch eine Scheibe von abschneiden. Wenn jetzt noch die übertriebenen Einschränkungen und Vorgaben überdacht werden, die uns Landwirte wieder in die verkehrte Richtung zwingt, könnte auch ein passender Schuh draus werden! Nachhaltige Produktion verbessern wir schon über Jahre, und machen davon keine Reklame, weil es für uns Selbstverständlich ist!

von Thomas u. Helmut Gahse GbR

Zumutungen?

Sie will uns Bauern etwas zumuten. Was war das, was Sie bis jetzt gemacht hat? Wenn es als Unterstützung gedacht war, hat Sie es geschickt verborgen.

von Gerd Uken

Sie öffnet Exportmärkte so so

Da kommt dann billiger Zucker aus Rohrzucker und Hühnerfleisch aus Brasilien. Was zählt ist unterm Strich und da hapert es bislang noch es kann alles gemacht werden aber bezahlen müssen wir es letztlich doch. Das funktioniert aber nicht mit unseren Standards zu Weltmarktpreisen.

von Gerhard Steffek

Die Landwirtschaft werde nicht umhinkommen,

nachhaltiger zu produzieren und mehr Umwelt- und Klimaschutz zu machen. // Da frage ich mich schon: Wie denn, wenn einem ständig Knüppel zwischen die Füße geworfen werden? Sei es beim Pflanzenschutz, Tierwohl, Baumaßnahmen, ständig gibt es ein paar Besserwisser, die eben meinen es "Besser" zu wissen. Nur von außen läßt sich immer gut schwadronieren! Wie oft wird hier einem der Himmel auf Erden versprochen. Nur - der Himmel des Einen ist oftmals für den Anderen die Hölle. Denke ich hier an die ganzen NGO`s und unseren Grünen, so fällt mir ein Wort von Franz-Josef Strauß dazu ein. Dieser bezog es damals zwar auf die Sozialisten aber man kann es genauso auf die beiden anderen münzen, sind sie um keine Laus besser: "Das Eigenartige an Sozialisten ist doch, daß sie ihre Lehren aus der Vergangenheit ziehen, in der Gegenwart versagen und für die Zukunft goldene Berge versprechen.“ // Abgesehen davon: Wollen sie ernsthaft behaupten die Landwirtschaft würde nicht entsprechend nachhaltig arbeiten? Ist das ihr Ernst? Ausgerechnet in der LW möchte ich sagen das Ökologie und Ökonomie Hand in Hand gehen. Als Landwirt kann ich doch langfristig, also nachhaltig, nur erfolgreich sein wenn es meinem Boden und meinen Tieren gut geht. Wie sonst könnte ich wohl 100 dt. Weizen ernten, meine Kuh 10.000 ltr. geben. Der Araber sagt: "Das Gras wächst nicht schneller, auch wenn man daran zieht". Die Kuh gibt mir nicht einen Liter mehr wenn ich mit dem Prügel draufhalte. Im Gegenteil, es wird weniger! Also, was soll diese dumme Aussage? // Umwelt und Klimaschutz!! Mit Glyphosat vermeide ich unnötige Bodenbearbeitung etc. Laut bayer. Landesamt für LW sparte der deutsche Bauer im Jahr 2015 durch den Einsatz von 5300 to Glyphosat über 200.000 to Diesel ein. Ist das kein Beitrag zum Klimaschutz? Aber Gly muß ja unbedingt vom Acker. Dümmer geht's nimmer, oder? // Die Hendricks wollte ja immer ein Reduzierung der Milchviehhaltung. Bitte, haben wir ja ständig. Heute gibt die Kuh 10.000 ltr. Milch. 30 ltr. am Tag, was bitte wäre, hätten wir keinen Fortschritt in der Züchtung und die Kuh würde nur 4 ltr. am Tag geben wie um 1900? Wie viele Kühe bräuchten wir dann? // Betrachten sie die Realität und versuchen sie nicht irgendwelch ideologisch geistigen Tiefflieger in eben diesen noch zu überholen.

von Wilhelm Grimm

Die Ministerin Klöckner schlägt die Schlachten von Gestern,

das wird in der Wirkung schlimmer als Austerlitz ! Nicht nur für die Bauern, auch für die CDU.

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