Klöckner nimmt den Zeitdruck aus der Düngeverordnung Plus

Das Spitzentreffen zur Düngeverordnung am Montag in Berlin bringt vor allem einen kurzfristigen Zeitgewinn. Beim umstrittenen 20 Prozent Düngungsabschlag in den nitratbelasteten Gebieten soll es noch Erleichterungen geben. Als Frist für neue Maßnahmen steht weiterhin der Mai 2020 im Raum.

Von einem „konstruktiven Gespräch“ spricht Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner am Montagnachmittag vor der Presse, als sie das Spitzentreffen zur Düngeverordnung in ihrem Ministerium verlässt. Zwei Stunden hatte sie dort mit dem Parlamentarischen Staatssekretär des Bundesumweltministeriums (BMU) Florian Pronold, den zuständigen Minister aus den Bundesländern, mit Abgeordneten von CDU/CSU und SPD aus dem Bundestag und Vertretern der betroffenen Verbände wie dem Deutschen Bauern- und Raiffeisenverband zusammengesessen. Klare Ergebnisse gibt es nicht, sondern es soll weitere Abstimmungen auf verschiedenen Ebenen geben. Die Agrarminister der Länder wollen sich bei der Agrarministerkonferenz, die an diesem Donnerstag und Freitag in Landau in der Pfalz stattfindet weiter beraten. Die beiden Staatssekretäre von BMEL und BMU, Hermann Onko Aeikens und Jochen Flasbarth loten derweil am Freitag in Brüssel gemeinsam aus, was die EU-Kommission von Deutschland bei der Düngeverordnung noch akzeptieren wird. Kommende Woche soll es auch im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) noch einmal ein Fachtreffen zu den...

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CDU und CSU mobilisieren für einen Zeitgewinn bei der Düngeverordnung. Er ist eine der Hauptforderungen des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Nun nimmt auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia...


Diskussionen zum Artikel

von Thomas Schaffner

Wann wehren wir Uns?

Da wir unsere Verkäufe nicht stapeln können, geht ein Lieferstopp nur auf unser Konto. Was wir machen können, ist jegliche Neuanschaffung vorerst zu streichen. Wenn wir dieses Jahr nichts mehr neu anschaffen, schauen wir mal, was dann passiert?

von Willy Toft

Eine passende Antwort zu dem Grundwasserproblem muss gefunden werden!

@Klaus Fiederling: Da bin ich bei Ihnen. Der Vergleich sollte nur das Missverhältnis einmal klar stellen. Das wir alle, damit meine ich auch alle, und nicht nur die Landwirtschaft, uns für gutes Grundwasser einsetzen sollten, und es steht außer Frage! Die Reinigungskosten der ... mehr anzeigen

von Klaus Fiederling

Aufgeschoben ist doch nicht aufgehoben!

@ Willy Toft: Das von Ihnen sehr schön dargelegte strukturelle Problem resultiert woraus!? Eine Strafe von geradezu „läppisch“ anmutenden 20,00 €/ha mutet zunächst einmal als durchaus verschmerzbar für die gesamte Landwirtschaft an, müssen sich die Bauern ohnedies alljährlich ... mehr anzeigen

von Josef Fischer

Aus meiner Sicht nur Wahltaktik

Jetzt mal schön auf die Bremse treten, damit die Bauern doch vllt. CDU/CSU wählen. Und nach der Europawahl bekommen wir dann wieder die Keule präsentiert...

von Willy Toft

Die Strafe hätte knapp 20 €/ha und Jahr betragen, und was jetzt kommt, kostet die Existenz.....

vieler landwirtschaftlicher Betriebe! Was nützt es mir, wenn ich noch mehr Eiweiß- Futter aus Übersee zukaufen muss, die Futterbau- Situation noch schlechter wird, und noch mehr Fläche pro Tier gebraucht wird? Da sind schnell 600,- €/ha mehr an Kosten bei dem Vieh haltenden Betrieb, ... mehr anzeigen

von Klaus Fiederling

Die Heterogenität der Bauern ist unser wirkliches Problem

Wer aktuell sehenden Auges durch die Flure fährt, erkennt die schwarzen Schafe in unseren Reihen; noch beeindruckender der visuelle Vergleich auf derzeitigen Luftbildern, egal aus welchen Quellen diese entstammen. Genau DAS bringt unsere gesellschaftlich zwischenzeitlich massiv ... mehr anzeigen

von Gerd Uken

Es ist wirklich bemerkenswert

Letzten Dienstag in Münster hat sie dem Bauernverband eine „ Mitschuld“ an dem ganzen Dilemma gegeben - und ordentlich ausgeteilt. Donnerstag noch so eine Showeinlage vor 6000 Bauern- Dampf ablassen... glauben die denn jetzt allen Ernstes das man damit die EU Kommission ... mehr anzeigen

von Hermann Kamm

Bemerkenswert!!!!!!!!!!!

das kann ja heiter werden, der Bauernverband und die Politik sind auf Augenhöhe sich einig. Doch für uns Landwirte hat keiner von beiden was für unsere Landwirte was übrig.

von Markus Grehl

Alternativlos...

...hat es doch zuletzt noch geheißen oder?

von Gerd Uken

Sprachlos

Das wird wieder ein fauler Kompromiss und auf wessen Rücken wohl. Anstatt endlich mal da anzupacken Waves auch her kommt- aber so wirdxPolitik gemacht.

von Wilhelm Grimm

Der Bauernverband kann die Klage schon mal vorbereiten !

Da kommt doch nichts !

von Bernhard ter Veen

Das ist Politik aus dem FF

ist doch jetzt NUR um bei der EU Wahl nicht sang und klanglos UNTERZUGEHEN !!! danach können wir uns aber so richtig auf was gefasst machen. immer das Selbe. Stimmengaunerei.

von Gerd Uken

Sprachlos

Das wird wieder ein fauler Kompromiss und auf wessen Rücken wohl. Anstatt endlich mal da anzupacken Waves auch her kommt- aber so wirdxPolitik gemacht.

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