Montabaur

Klöckner warnt vor Pauschalkritik beim Aktionsprogramm Insektenschutz

Bundesagrarministerin Klöckner meint, die Bauern sollten bei ihrer Kritik den „Fuß vom Gas nehmen“. Der Berufsstand sollte nicht das Ende der Landwirtschaft in Deutschland herbeireden.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat an die Bauern appelliert, in der aktuellen Debatte um das Aktionsprogramm Insektenschutz nicht pauschal das Ende der Landwirtschaft in Deutschland herbeizureden. Nicht alles, was an Kritik in Richtung ihres Ministeriums gehe, entspreche den Tatsachen, sagte Klöckner vergangene Woche in Montabaur.

„Bitte nehmen Sie doch ein wenig Fuß vom Gas“, so die Ressortchefin. So sei beispielsweise eine pauschale Ablehnung von Pflanzenschutzmitteln in Schutzgebieten gar nicht vereinbart, und von den vorgesehenen Einschränkungen beim Pflanzenschutz seien maximal 1,3 Mio ha betroffen. Klöckner versicherte, dass die Bundesregierung die Bewirtschaftung von intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen weiterhin möglich machen wolle und dafür vielfältige Unterstützung anbiete. In der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ werde es jährlich 50 Mio Euro für einen Sonderrahmenplan Insektenschutz geben, zuzüglich der Kofinanzierung durch die Länder.

Mehr Wertschätzung generieren

Klöckner hob hervor, dass die Politik der Landwirtschaft eine Perspektive zur Neuausrichtung biete. Damit dies funktioniere, brauche es eine gute Kommunikation. Ganz entscheidend sei es, den Verbrauchern die landwirtschaftliche Tätigkeit, die natürlichen Abläufe und das ländliche Leben der Menschen nahe zu bringen. „Wir müssen raus aus der Polarisierung, dem Bauernbashing und dem Mobbing“, so die Ministerin. Ziel sei es, mehr Wertschätzung für die Landwirtschaft und für Lebensmittel zu generieren.

Mit Blick auf die Düngeverordnung erinnerte Klöckner daran, dass Deutschland der letzte EU-Mitgliedstaat sei, der die EU-Nitratrichtlinie umsetze. Lange Jahre habe die Bundesrepublik nichts dazu unternommen, auch deshalb, weil sich der landwirtschaftliche Berufsstand immer wieder gegen Maßnahmen gesträubt habe. Deshalb habe Deutschland jetzt bei den Verhandlungen mit der Generaldirektion Umwelt in Brüssel „keine guten Karten“. Diese schaue sich nämlich nur die Gehalte im Wasser an, und nicht, was die umzusetzenden Maßnahmen letztlich für die Landwirtschaft bedeuteten.


Diskussionen zum Artikel

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von Thomas Blöthner

Guten Morgen Julia

wenn die Bauern heute zu dir nach Berlin kommen erzähl ihnen bitte nicht irgend einen Quatsch und las dir die Rede nicht von Otto schreiben. Und bitte biete ihnen kein „Schweigegeld“ an, das möchten sie nicht. Du und dein Kabinett ihr hattet euch vorgenommen die Landwirtschaft abzuwickeln, aber du solltest wissen das ein Land das seine Ernährungssicherung aufgibt sich schon aufgegeben hat! Erkläre den Landwirten heute warum zB bis zu 50% der abgerechneten Abwässer in den Kommunen nie in einem Klärwerk landen, wie Ackerbau ohne Nährstoffkreislauf ( Tierhaltung) funktioniert und vieles mehr. Das liese sich jetzt endlos fortsetzten was da in letzter Zeit an zum Teil fachlichem Unsinn rübergekommen ist. Schafft euren wissenschaftlichen Beirat ab, der ist sein Geld nicht wert und eindeutig politisch gefärbt !!! lg und einen guten Auftritt bei den Landwirten

von Klaus Jensen

Die ist auf ....

einfach auf... MfG Jens Martin Jensen PS.: gutes Aussehen alleine reicht nicht.... PS II.: Wir sind hier voll aufm Demotrip... PS III.: schönen Gruß an Herrn Aeikens für seine unflätigen Komentare an die Landwirtschaft...

von Willy Toft

Wer hier wohl zu viel Gas gibt?

Einfach mal die ganzen Restriktionen wirken lassen, und sich dann mal Fragen, wer da jetzt übertreibt, und wer die Betriebe gefährdet!

von Gregor Grosse-Kock

Klöckner

Hat nicht Verstanden. Die Gesetze haben Bestand, das Geld ist weg! Oder sind wir wirklich schon im Sozialismus.? Eine Enteignung sonder gleichen!!! Mehr Gas geben gegen Absurditäten, Eigentum verpflichtet aber zu beiden Seiten!

von Roland Opitz

Als Ergänzung

zu meinem vorigen Kommentar. Der Berufsstand, liebe Frau Klöckner, redet das Ende der Landwirtschaft in Deutschland nicht herbei. Die Regierung leitet das Ende der Landwirtschaft in Deutschland ein, und zwar mit massivem Vorgehen in den verschiedensten Bereichen.

von Henrik Plaas-Beisemann

Sind ja nur 1,3 Mio ha, oder so um die 20.000 Familien

Ich dachte so etwas sagen sonst nur russische Zaren. Denkt Frau Klöckner über die Dinge nach bevor sie sie sagt? Zu dieser Landwirtschaftsministerin fällt mir nicht mehr viel ein, und ich glaube es ist zwecklos mit ihr zu diskutieren, sie reflektiert ihr Handel offensichtlich per se nicht.

von Roland Opitz

Als Ergänzung

zu meinem vorigen Kommentar. Der Berufsstand, liebe Frau Klöckner, redet das Ende der Landwirtschaft in Deutschland nicht herbei. Die Regierung leitet das Ende der Landwirtschaft in Deutschland ein, und zwar mit massivem Vorgehen in den verschiedensten Bereichen.

von Peter Schmidt

Fuß vom Gas

Wir sollten den Fuß erst wieder vom Gas nehmen wenn alle Schuldzuweisungen der Landwirtschaft gegenüber öffentlich aufgeklärt wurden und die Düngerreform korregiert ist und bis dahin lieber noch ne Schippe drauf legen

von Georg Hommel

Falsche Fakten

Super Kommentare! Dieser ganze blinde und kontraproduktive Aktionismus ist es doch der uns ank.... . Irgendwelche aberwitzigen NGO`s verbreiten ideologische Unwahrheiten und Politik und Presse glauben und machen. Glyphosat (wahrscheinlich eines der harmlosesten Mittel) weg und wir beackern den Boden wieder zig mal- angebliche klimaschädigende Gase entweichen deutlich mehr. Reglone (ohne Grund) weg, wir schlegeln wieder, setzen witzige andere Mittel ein, verbreiten Viren, Bakterien und Pilze und spritzen mehr Insektizide weil die Pflanzkartoffeln nicht absterben. Neonikotinoide in der Pillierung weg, wir spitzen deutlich mehr und treffen dann nicht nur Läuse... Die liste läßt sich beliebig verlängern. Die Qualität der Produkte leidet und keiner kauft das häßlichere Produkt. Der Biokunde greift übrigens auch immer zu den schicken Früchten.

von Roland Opitz

Fuß vom Gas

weil man selber nicht mehr bremsen kann, empfiehlt Sie das nun den Landwirten. Diese Ministerin ist mittlerweile unerträglich geworden. Die Entschuldigungen nach denen Sie krampfhaft sucht treffen doch gar nicht den Kern des Problems. Die Hauptproblematik ist aus meiner Sicht die Düngeverordnung. Die wird die Landwirte, und zwar alle, vor das größte Einkommensproblem stellen. Diese Verordnung stützt sich aber vor allem auf falsche Fakten. Viel zu wenig Messstellen oder bewusst ausgesuchte Messstellen an den Brennpunkten. Und wenn man dann diese falschen Messwerte nach Brüssel meldet, muß man sich nicht wundern wenn es heißt, Deutschland würde die Nitratrichtlinie nicht umsetzen. Frau Klöckner sollte weniger dumme Reden machen sondern handeln. Für das von Ihr verurteilte Bauernbashing ist Sie und Ihr Ministerium doch mitverantwortlich. Wie soll die Landwirtschaft in der Gesellschaft Anerkennung erhalten wenn Sie und Ihre Freundin vom BMU alles dafür tut die Landwirte als Wasservergifter, Insektentöter und Klimakiller zu verunglimpfen. Den Landwirten kann man nur zurufen, nehmt nicht den Fuß vom Gas sondern tretet noch fester drauf, bis diese wahnwitzige Landwirtschaftspolitik ein Ende nimmt.

von Renke Renken

Und wenn sie Steigbügelhalter

für die Industrie sind, treten sie ab. Punkt Aus Vorbei. Und was ist eigentlich mit Mutti, nach Bonn wurde doch ein runder Tisch angekündigt, aber immer das Gleiche , nichts als Phrasen und Hinhaltetaktik

von Renke Renken

Frau Klöckner,

langsam zweifelt man an ihrer Intelligenz, sie haben immer noch nicht kapiert worum es geht. Wir machen in D alles was sie und ihre scheinbar nicht mit mehr Intelligenz gesegnete Kollegin aus dem Umweltministerium wollen - aber wir können hier in D nicht ein Wunschtraumland des Verbrauchers aufbauen und mit dem Weltmarkt konkurrieren, schaffen sie hier Lösungen, und wir sind bei ihnen und ihrer Kollegin, aber so nicht. Und wenn sich nach Berlin nichts bewegt, müssen wohl andere Geschütze aufgefahren werden, es geht um unsere Existenzen.

von Diedrich Stroman

Täuschen, Tarnen und verpi....!

Das nennt man dann Politik, und immer wieder den Bauern einen Schuh draus machen, ist das ehrliche Politik, nein daraus entwickelt sich medial wieder das Agrarpaket Bauernbasching! Demokratie lebt von einem ehrenhaften Gegenüber, Fairness und Diskussion auf Augenhöhe! Und nicht von Diriegismus und Drangsalierung einer Landwirtschaft, die seit Jahren Oberlehrerhaft in die Schranken gewiesen wierd! Wer hat denn wohl zu dem ist Zustand beigetragen, doch wohl nur die Politik incl.der Eurokraten! Und jetzt noch meinen den Dampf ablassen und Bauernberuhigungs Pillen mit irgentwelchen Alimentierten Geldtöpfen herbeizuführen, ist doch mehr als schäbig!!Und in der Öffentlichkeit stehen wir wieder nur als Bettler und Subventionsempfänger da, nein das Maß ist voll und über Zehntausende Bauern und auch große Teile der Bevölkerung zeigen ihnen in Berlin, das der Kessel auch mal explodieren kann!!Macht endlich faire Preise und Bedingungen für die Landwirtschaft!!

von Steffen Hinrichs

Frau KLÖCKNER zeigen sie ihren guten Willen zu uns Bauern

Lehnen sie das Mercosur-Abkommen ab und befürworten es nicht weiter für die Industrie !!

von Hermann Kamm

Frau Klöckner den Fuß

sollten eher Sie vom Gaspedal nehmen. Denn mit ihren irrsinnigen Aktionismus bringen Sie die Landwirtschaft nicht weiter ganz im Gegenteil Sie ruinieren sie. Früher hätte man für solche Aktionen eine Tracht Prügel bekommen!!!!!!

von Gerd Uken

Die Umsetzung der Nitratrichtline ist

ja der Fuß der dann in der Tür ist, dann dauert es nicht mehr lange u. sie kommt mit N Reduzierung in Natura 2000 Gebieten und CO2 Reduzierung wenn ein Sektor die Anforderungen nicht schafft bis zum Zieljahr dann wird gekürzt-wie das denn aussehen soll sagt uns keiner. Im Nachbarland hat man die Höchstgeschwindigkeit gesenkt um so den Ausstoß zu minimieren. Dafür kommen die jetzt zu uns um ihre schnellen Autos auszuprobieren. Gleiche Wettbewerbsbedingungen in der gesamten EU Frau Klöckner. Was wollen sie uns denn anbieten Geld? Das dann auch noch co finanziert werden muss! Wie das endet kennen wir zur genüge in Niedersachsen...... Weideprämie = nicht bezahlbar Benachteiligte Gebiete = ungleiche Behandlung von Acker u. Grünlandregionen. Es findet sich immer ein Grund sich dann hinter EU Vorgaben zu verstecken... Wenn alles nicht hilft dann nimmt man noch De Minimi Regelung. Hoffentlich hinterlassen die 10.000 Bauern einen bleibenden Eindruck in Berlin u. sie haben genügend Parkplätze bereit gestellt........ Und ich an ihrer Stelle würde mir „ Beistand“ von den „Bauernkindern“ holen mittlerweile ist ja noch eine in höherer Position!!!

von Andreas Gerner

mal Butter bei die Fische: WIR werden doch pauschal kritisiert und verteufelt! Und das zu Unrecht!

Frau Klöckner, bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass wir massiv ungerecht behandelt werden. Wir Landwirte haben nämlich nichts mit dem (etwaigen) Insektensterben zu tun. IM GEGENTEIL: WELCHE IST DENN DIE SPARTE, DIE EINZIG UND ALLEIN DIE INSEKTEN UND DEN ARTENSCHUTZ FÖRDERT? DIE LAND-(incl Forst-)WIRTSCHAFT! Oder gibt es schon Kraftwerke, die Nektar anbieten, oder Supermärkte, in denen Wiesenweihen brüten können, oder Autos mit Fledermausnischen? ------------------------- Daher haben Sie sich dafür einzusetzen, dass die unbegründeten, teils sogar kontraproduktiven Einschnitte von uns abgewendet werden, und endlich auch andere Sparten ihren Beitrag leisten, dass uns nicht morgen die Bestäuber fehlen. ---------------------------------------------------(hier nochmal aus einem früheren Kommentar herkopiert:) Bitte die wahren Ursachen finden und bekämpfen!-----------------------------------------------Unbegreiflich, warum die Landwirtschaft die Hauptschuld am Insektensterben (wenn es das denn tatsächlich gibt..) haben soll. Wenn in den letzten ca 30 Jahren tatsächlich ein Rückgang messbar ist (und nicht nur an der gefakten "Krefelder Studie" festgemacht), zieht das Argument "Die Landwirtschaft greift nunmal in den größten Teil der Fläche ein" nicht! Denn das war damals schon so und die Insekten hat´s wohl nicht ausgerottet. Man muss also betrachten, was sich zu damals VERÄNDERT hat und da lassen sich Punkte finden, die klar belegen, dass die Landwirtschaft gar nicht schuld sein KANN !!!------- 1.: Zum einen hat die von uns bewirtschaftete UND dabei mit Pestiziden behandelte Fläche seitdem Abgenommen. Durch Straßenbau, Siedlungsbau, Naturschutzgebiete, Schutzstreifen, Stilllegungen, sonstige Greeningflächen, Biobetriebe, Golfplätze usw. greifen wir doch heute auf deutlich weniger Fläche ein als damals. -------- 2.: Dann die Mittel an sich: war mit den früheren Chemiekeulen nach der Behandlung alles tot und auch Neuzuflug ist durch Fraß an behandeltem Blattmaterial verendet, so werden mit den heute hochselektiven, nützlingsschonenden und sich schnell rückstandslos abbauenden Mitteln nur bestimmte Teile des Spektrums an Insekten ausgeschaltet und nach wenigen Tagen bleibt Neuzuflug völlig unbeeinträchtigt. ---------- 3.: Die Technik: Damals war Abdrift, Überlappung, ungünstiges Tropfenspektrum, Nachtropfen, zu nahes Arbeiten an Säumen und Gräben usw. noch ein viel größeres Thema und darum ist öfter mal "etwas in den Graben oder an die Hecke gelangt". Heute ist Pflanzenschutz hochpräzise und lässt Nichtzielflächen sehr zuverlässig unangetastet. ----------- 4.: Anwendungsauflagen: Im Gegensatz zu damals zwingen heute Auflagen der Mitte, z.B. erst nach dem Bienenflug und bis spätestens 23:00 Uhr zu behandeln oder ab Blühbeginn gar nicht mehr zu spritzen.-------------------------------------------------------------- WER ALSO DANN? ------------ Da gibt es eine ganze Reihe Möglichkeiten, die alle für sich schon die Insektenkiller sein könnten, aber ganz bestimmt in ihrer Summe die Ursache sind: ---------- 1.: Verkehr. In den vergangenen 30 Jahren hat sich der PKW-Verkehr, Lastverkehr, und Luftverkehr jeweils grob VERDOPPELT! Und wenn statt damals einem kleinen Polo mit 120 auf der Autobahn heute nun 2 Touareg mit 200 fahren, ist klar, dass da einiges mehr an Fluginsekten und auch den kleinen Kriechern (die landen nicht auf der vielzitierten Windschutzscheibe, sondern bleiben an den Reifen unentdeckt) drauf geht. ---------- 2.: Klimawandel. Durch das heutige Extremwetter mitsamt seinen beinahe schon regelmäßigen Dürren gibt es eben immer weniger Pfützen, Rinnsäle usw. die den Insekten das ganze Jahr Reproduktion ermöglichen. ------------- 3.: Abgase. Mit den ganzen Stickoxiden, Feinstaub usw. ------------- 4.: Mobilfunk. Ob das eine Auswirkung hat, ist natürlich ungeklärt, aber wenn ein Faktor so treffgenau zum Vergleichszeitraum passt und eben in den letzten 30 Jahren von null auf Flächendeckende rund-um-die-Uhr-"Bestrahlung" Einzug gehalten hat, muss doch mal genauer hingesehen(geforscht) werden. Wer weiß, ob die Insekten in ihrer Navigation oder Fortpflanzung beeinträchtigt werden? ------------ 5.: Müllentsorgung. Gab es damals noch Mülldeponien und Komposthaufen, wo ständig Vögel rumgeschwirrt sind, weil es so viele Fliegen und anderes Gemück zu holen gab, wird heute jedes bisschen verbrannt. ---------- 6.: Düfte. Insekten orientieren sich auch mit Düften. Sie finden sich zur Paarung oder die versumpfte Stelle zur Eiablage. Wenn heute täglich Tonnenweise Deo, Parfüm, Duschgel, Desinfektionsmittel, Waschmittel, Autoreiniger, Raumspray usw. versprüht oder anderweitig freigesetzt wird, bleiben möglicherweise Insekten auf der Strecke. ----------- 7.: Abwasserreinigung. Unbestritten, dass die damals überall anzutreffenden Klärgruben oder gar ungeklärten offenen Gräben ein Eldorado für Insekten waren, heute aber vollends verschwunden sind. ------------- 8.: Naturschutz. Ja, dieser Punkt wird dem ein oder anderen missfallen, aber wenn jede letzte Kröte über die Straße getragen wird, jedem Singvogel eine Nisthilfe gebaut wird, jeder Unterschlupf für Fledermäuse geschützt wird, dann ist das "Natürliche Gleichgewicht" künstlich gestört und es sind einfach andauernd und überall Fressfeinde da, die in einem schwachen Jahr für die Insekten (nach hartem Winter oder trockenem Frühjahr) die gerupfte Restpopulation an Insekten empfindlich dezimieren und einen Wiederaufbau erschweren. ----------- 9.: Beleuchtung. Satelitenbildvergleiche von damals und heute jeweils zur Abendzeit verdeutlichen, wie viele zusätzliche Lichtquellen(Straßenlampen, Gebäudebeleuchtung, Lichter im Garten, Fahrzeugscheinwerfer, Flutlichtmasten usw. heute vorhanden sind. Viele Fluginsekten, die instinktiv in einem gewissen Winkel zum Mondlicht fliegen wollen, steuern stattdessen auf die nächste LED Straßenlampe zu und umkreisen die die ganze Nacht, bis sie von der Fledermaus gemopst werden oder erschöpft auf die Straße fallen und dort von den breiten SUV-Schlappen zerquetscht werden. ----------- 10.: Versiegelung: Wenn in Deutschland täglich zig Hektar Land zubetoniert oder asphaltiert werden, geht Lebensraum verloren! ---------- 11.: Steinwüsten: Wenn in privaten und kommunalen (Vor-)Gärten und auf jeder Verkehrsinsel nur Schotter statt blühendem Grün zu finden sind, haben Insekten das Nachsehen. ------------------------------------------------------------- Darum MUSS die Wissenschaft, Öffentlichkeit, die Medienwelt, die breite Front an sogenannten "Umweltorganisationen" und vor allem die Politik erst mal gründlich überlegen, was denn im Betrachtungszeitraum wirklich neu auf die Insekten einwirkt und deshalb als Ursache in Frage kommen kann. Die Landwirtschaft ist´s wohl nicht!!! Ohne dahingehende wissenschaftliche Ergebnisse trotzdem die Landwirtschaft als schuldigen hinzustellen, ist eine bodenlose Frechheit und gehört eigentlich sogar als Rufmord strafrechtlich verfolgt. Enteignungsgleiche Zwangsauflagen für die Landwirtschaft darf es nicht geben, da die Ursachen offensichtlich anderswo zu finden sind.

von Willy Toft

Frau Klöckner, wir machen vieles mit, muss nur am Ende auch honoriert werden!

Die PSM- Einschränkungen in FFH- Gebieten ist kalte Enteignung, das wissen Sie, wenn Sie darüber nachdenken! Hier sollte die Landw. Nutzung nicht eingeschränkt werden, als diese ausgewiesen wurden. Hier haben wir jetzt schon Bauliche Einschränkungen in der Nachbarschaft dieser Gebiete, die noch nicht rechtlich endgültig beschieden wurden! Wie viel Rechtliche Verfahren will die Regierung noch auf sich nehmen? Die Umsetzung der EU- Nitratrichtlinie würde die Ungerechtigkeit fortsetzen, die bei der Messstellen- Reduzierung auf 170 Stellen im Jahre 2007 begann, wo dann fortan nur noch die Belasteten Stellen gemeldet wurden! Etwa 70 mal so viele Messstellen hatten wir zuvor, und weil die alle gut waren, wurden diese nicht mehr beprobt, und auch nicht mehr gemeldet! Da hat DE seine Bauern, der EU ans Messer geliefert, denn so überheblich können nur Deutsche Behörden sein, die da meinen, dass man Natürliche- und Kläranlagen- Quellen mit Dünger- Reduzierung in der Landwirtschaft verbessern kann! Wir können leicht den Fuß vom Gas nehmen, dann bremsen Sie uns nicht ständig mit neuen Auflagen und Vorgaben aus, wir haben jetzt schon kein dolles Einkommen, wo wir nicht mal Dürreperioden mit überbrücken können!

von Johann H. Knabbe Jun.

Jahrelange Blockade ....

...kam im wesentlichen durch die Grünen Länderagrar- und Umweltminister ! Die Novellierung der Dünge-VO im Herbst 2016 war ein letzter Koalitionskraftakt, Mit deutlich unterschätzen Aufwandsprognosen und Folgen...dazu hätte man nur intensiver die in der Öffentlichkeitsbeteiligung eingehenden Ansagen der Praktiker studieren und berücksichtigen müssen.....

von Johann Sickinger

Diese schauen sich nur die Gehalte im Wasser an!!

Unverschämt, die Aussage unserer Ministerin. Sie weiß es auch ganz genau das 2012 nur die schlechten Brunnen nach Brüssel gemeldet worden sind .In meinen Heimatdorf sind alle Brunnen unter 1 mg Nitrat. Und Insekten sind da zum Schweinefüttern, bestätigte mir die LfL beim Insektenmonitoring. Aber publiziert wird es nicht, passt nicht in den Mainstream!! Wir Bauern sollen dann den "Fuß vom Gas nehmen", Ich persönlich würde sagen, und jetzt mal richtig Bleifuß mit Lachgaseinspritzung, damit diese Nitratlüge mal breit in die Diskussion gelangt!!

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